Im Gedenken an Thamiam. Seit vier Monaten und neun Tagen - In Remembrance of Thamiam. As yesterday so today

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Thamiam, 04.08.2012; zum Vergrössern anklicken - click to enlarge the picture.

Gestern Abend habe ich mir einen liebevoll inszenierten Film angeschaut. "The Magic of Belle Isle" mit Morgan Freeman und Virginia Madsen in den Hauptrollen. Noch während der Abspann lief, hatte ich den Impuls dir zu schreiben und den Film zu empfehlen. Es war nicht möglich. Stundenlange Weinkrämpfe folgten, in denen ich zum Trost gleichzeitig unsere Mails und Briefe las. Als erstes fand ich meine zweitletzte Mail an dich. Damals, in der letzten Nacht deines Lebens schickte ich dir, dank J.‘s Desinformation ohne zu wissen wie schlimm es um dich stand „Seelemusig zum guet dur d Nacht ko“ (Seelenmusik, um gut durch die Nacht zu kommen). Von Chopin die Nocturnes 1- 10, 20 und 21 gespielt von Idil Biret.

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Messerscharf - Razor Sharp

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Im Gedenken an Thamiam - In Remembrance of Thamiam

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Thamiam, 22.03.2016. Es war schön mit dir. Unsere Geburtstage liegen nur vier Tage auseinander und deiner nur fünf Tage vor dem deines Schweizer Grossvaters

Mein lieber Thamiam, du bist zurückgegangen ins Land deiner Seele und wahrscheinlich muss ich mir um dich keine Sorgen machen. Die Seelen sollen glücklich sein dort, habe ich gehört.

 

Meine Trauer um dich jedoch bleibt durch die hier geschilderten Ereignisse und weil meine Freund*innen über halb Europa verteilt leben, meistens eine einsame und oft vor Fassungslosigkeit sprachlose und gerade deshalb möchte ich ein paar Erinnerungen teilen, von denen ich ursprünglich stark gekürzt an deiner Abschiedszeremonie hatte erzählen wollen. Vielleicht vermögen sie den Schmerz ein bisschen zu lindern.

 

Als ich dich das erste Mal sah, noch über die Nabelschnur mit Mama J. verbunden, war da ein tiefes Erkennen. Spontan sagte ich zu dir: „Ach, du bist das.“ Als seien wir uns schon oft begegnet. Dieses Gefühl ging auch nie verloren und ist so stark wie vor 22 Jahren.


Ich denke daran, wie du als winziges Baby gelächelt und dabei zu einer Stelle über meinem Kopf geschaut hast und wie ich mich oft gefragt habe, worüber du wohl lächelst, was du wohl siehst.

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Ein hoher Preis - A Heavy Price

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Thamiam, 15.01.2017

Zeitweise werden Schmerz und Trauer übermächtig, so dass alle Energie ins Weiterleben fliessen muss. Den Schmerz besänftigen. Stillen. Worte wirken dann einfach nur banal. Auf der Suche nach tauglicheren Bildern im Kopf brennende Nebelschleier. Die Kehle wie zugeschnürt. Um den Solarplexus ein unerträglicher Dauerdruck als laste tonnenweise Watte auf ihm. Die Lücke, die Thamiam, die sein Tod hinterlässt, fühlt sich nicht nur an wie eine Lücke. Mehr wie ein Tor, das in einen Felsen gehauen wurde. Oder eher ein riesenhaftes Tier, das erledigt am Boden liegt. Wirbelnde Energie, die nirgends ein Gefäss findet. Fassungslosigkeit über das Endgültige verursacht immer noch unwillkürliches Kopfschütteln. Wissen und nicht glauben wollen. Nicht glauben können. Grausame Zweidimensionalität von Portraits, Fotos. Ab-Wesen-heit. Abwenden den Blick, der doch wieder hingezogen wird. Ja, er hat mich angeschaut. Ja, er hat mich angelacht. Ja, er war nachdenklich. Und ja, er war voller Leben. Ja, er atmete. Ein und aus. Ein und aus. Ein. Aus.

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Thamiam 26.03.1995 - 25.04.2017

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11.09.2014
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