Wenn die Zeiten ineinander fliessen - When Times Flow Into Each Other

Nachdem meine Mutter gestorben war, konnte ich einiges aus ihrem Haushalt übernehmen. U.a. gehörten zwei ihrer Schürzen dazu. Während ich das dampfende Bügeleisen über den Stoff schiebe und darauf achte, nicht noch mehr Falten hinein zu bügeln, beginnt das Kopfkino. Wie ich diese Schürzen schon als Kind gebügelt habe. Vor 58 Jahren. Wie ich die Taschentücher meines Vaters und des Onkels, der bei uns wohnte, bügelte und meine Mutter mich warnte, Onkel Hans werde nicht zufrieden sein, wenn ich Falten in seine Taschentücher bügelte.

Der Onkel, der das Kind vergewaltigte. Immer und immer wieder. Welche Gedanken, Gefühle bewegten damals wohl das kleine Mädchen bei den Worten der Mutter?

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Aliens - Menschen und andere Tiere VII / Aliens - Humans and Other Animals VII

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Blüte der Angelikabohne auf meinem Balkon - Angelica bean blossom on my balcony

Ja, nun. Gestern lief die Frist zur Widerrufung der beiden Vergleich ab, die von der Schlichtungsbehörde vorgeschlagen worden waren. Der eine betrag die Nebenkosten 2017/2018 und die verdeckte Mietzinserhöhung, der andere die verweigerte Weitergabe der Leitzinssenkung. Das würde ca. 40 Fr. weniger Mietzins bedeuten. Kurz vor dem Wochenende fand ich heraus, dass in den Nebenkosten 2017 mindestens eine Arbeit verrechnet wurde, die 2017 gar nicht stattgefunden hatte. Umgeschlagen auf (damals) vier Mietparteien sind das bereits 150 Franken zuviel verrechnete Nebenkosten. Da die Nebenkosten 2017 im Vergleich zu 2016 eklatant viel höher sind, gehe ich davon aus, dass da noch mehr nicht stimmt. Als ich mir der Anwältin des Mieter*innenverbandes telefonieren konnte, erfuhr ich, dass die Gegenpartei auch Widerruf eingelegt hat. Wie praktisch. Dann muss das Ganze nochmals überprüft werden und dieses Mal besonders sorgfältig.

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Glückseligkeit des Seins - Bliss of Simply Being

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Im Liegestuhl ruhend das Glück spüren, im Teich plätschert der kleine Springbrunnen. Hummeln, Wespen, Bienen nutzen den Teich als Tränke. Libellen tanzen durch die Luft, die roten versuchen tatsächlich noch Eier zu legen. Von weitem die Stimme einer Gartennachbarin. Kürbisse und Zucchetti wachsen trotz falschem Mehltau um die Wette. Die sonnengereifte Tomate Vesuvio schmilzt beinahe in der Mundhöhle. Sehr müde von den Anstrengungen, die die Magendarmgrippe abverlangte. Die Übelkeit noch nicht ganz ausgestanden. Und doch, und doch fühle ich dieses Glück des einfach nur Sein.

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Aliens - Menschen und andere Tiere VI / Aliens - Humans and Other Animals VI

Heute Morgen fand die Schlichtungsverhandlung bzgl. der Nebenkosten 2017 und 2018 und des verdeckten Mietzinsaufschlages statt. Leider musste meine Anwältin ohne mich da hingehen. Mich hat seit Dienstagmorgen eine Magendarmgrippe im Griff. Inkl. Bettwäschewechsel mitten in der Nacht. Aber mei, auch das geht vorbei.

Der Kammerjäger war letzte Woche hier. Keine Ahnung, was für einen Auftrag er hatte. Jedenfalls hat er das ganze Brutmaterial auf dem Dach gelassen. Die Längsseite zur Solaranlage, parallel zum Giebel ist immer noch offen zugänglich. Er merkte erst, als das Auto mit dem Hydrauliklift vor der Tür stand, dass er mit dem Gefährt nur an drei Seiten der Solaranlage rankommt. Für den Rest bräuchte er einen Spezialisten, der aufs Dach klettern kann. 

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In Verbindung sein - To Be in Touch

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Camouflage - Mimikry

Heute erzählte ein älterer Mann in der Sendung Persönlich des SRF, wie seine Frau das erste Mal in ihrem Leben gebetet habe, als sie in Guadeloupe vor dem Rückflug in die Schweiz ihren Autoschlüssel verloren hatten. Das sei ein Schlüsselerlebnis gewesen für ihn, Jesus kennenlernen zu wollen. Zwei Minuten, nachdem seine Frau gebetet habe, hätten sie den Autoschlüssel in einem grossen Kompostcontainer gefunden. Schön und gleichzeitig: Ach, je.

 

Ich kenne einige Menschen, die ähnliche Erlebnisse hatten. Ich selber kann, wenn ich gut bei mir bin, z.B. den Spaghetti im Kochwasser sagen, sie sollen mich rufen, wenn sie gar sind. Oder ich bitte einen verlegten Gegenstand, mir den Weg zu ihm zu zeigen.

 

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Hoffentlich gute Neuigkeiten - Hopefully Good News

Endlich. Nachdem ich gestern den Herrn Verwalter daran erinnern musste, wie lange es her ist, dass ich bzgl. der Mängel schriftlich (Betonung auf schriftlich, denn mündliche Meldungen werden von den Herrschaften ja grundsätzlich abgestritten) Meldung machte (Isolationsmatten 20. Januar.!!, Tauben 21. Mai. und Regenrinnen 17. Juli.), erhielt ich einen Anruf des Kammerjägers, sie würden die Tauben morgen Mittwoch vom Dach befördern. Und so leid es mir tut, dass die Tauben ihren wunderbaren Brutplatz verlieren werden (und hoffentlich nachhaltig!), ich bin enorm erleichtert. Nun muss ich mir nur noch gut planen, wie und wo ich den morgigen Tag verbringen werde, denn die Arbeiten hier werden laut. Das Haus ist ein 50er Jahre Betonhaus, das jeden Ton durch alle Mauern schickt.

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Happy Burtseltag - Happy Birthday

Happy Birthday, mein lieber älterer Sohn M.

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Zwitschermüdigkeit - Twitter Fatigue

Darf ich vorstellen. Meine neue Mitarbeiterin - May I introduce. My new employee.
Darf ich vorstellen. Meine neue Mitarbeiterin - May I introduce. My new employee.

Ich bin ja in gewissen Phasen ein News-Junky, wie ich schon vor Jahrzehnten feststellen konnte. V.a. dann, wenn schon fast körperlich erfassbar ist, dass sich in der Welt grundlegend was verändert. Die Montagsdemos z.B. Ende der 80er Jahre, in der damaligen DDR. Oder der gewaltsame und verbrecherische Sturz der Allende-Regierung durch die USA und seine Ermordung am 11. September 1973. Das Unrecht, das die Pinochet Regierung der eigenen Bevölkerung antat. Ich musste jede Stunde am Radio die Nachrichten hören, obwohl kaum damit zu rechnen war, dass sich von Stunde zu Stunde viel ändern würde. Der Nachrichtenfluss ging zwar bereits ziemlich schnell über den Ticker, aber bis die News da ankamen, wo sie per Fernschreiber übermittelt werden konnten, dauerte es sehr viel länger.

Im Herbst 2015 anlässlich des Marsches der Flüchtlinge, die in ihrer Verzweiflung in Budapest Richtung Österreichische Grenze losmarschierten, aktivierte ich meinen Twitteraccount, der seit Jahren vor sich hindümpelte. Und es zog mir total den Ärmel rein. Da ich kaum etwas retweete, das ich nicht selber gelesen habe, verbrachte ich sehr viel Zeit am Rechner. Ich recherchierte zu Islamisten, zu den braunen Esoteriker*innen, zu Nazis, die manche Neonazis nennen, was sie aber nicht sind, denn das unsägliche, menschenverachtende Gedankengut hatte immer eine Kontinuität. Es war Übelkeit erregend. Mein Magen rebellierte. Dennoch hatte ich lange den Eindruck, etwas beitragen zu können, manche von denen zu stoppen. Oder ich konnte andere unterstützen, die angegriffen wurden, damit für die Angreifer*innen klar wurde, dass die angegriffene Person, meistens Frauen, nicht alleine ist.

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Aliens - Menschen und andere Tiere V / Aliens - Humans and Other Animals V

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Sammlung für die Bestimmung durch den Biologen; ein Teil von dem, was ich über der Badewanne aus den Kleidern geschüttelt habe - Collection for determination by the biologist; part of what I shook out of my clothes over the bathtub

Es hat nachgelassen mit der Stecherei und Beisserei. Göttin oder wem auch immer sei Dank. In den letzten drei Tagen wurde ich nur noch zweimal gestochen, merke aber, dass ich noch auf der Hut bin. Ich traue mich noch nicht, Wäsche aus dem Schrank zu nehmen ohne sie vorher zu waschen und im Tumbler zu trocknen. Dabei mag ich tumblern gar nicht. Ich hänge meine Wäsche lieber auf. Zum einen bleibt sie länger heil und zum anderen liebe ich es zu sehr, meine Nase in frische Wäsche zu stecken, die nach Sonne und Blumen duftet.

 

Auf dem Dach „natürlich“ keine Veränderung. Und im Estrich (schw.dt. für Dachboden) hängen die Isolationsmatten weiterhin herunter. Und was im Kleiderschrank alles kreucht und fleucht will ich heute gar nicht so genau wissen. Es reicht zu wissen, dass ich nächstens die Herbst und Winterkleider vom Dachboden runterholen muss. Keine Ahnung, wie das geschehen soll, wer das machen soll. Ich habe keine Kraft mehr dazu.

 

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Aliens - Menschen und andere Tiere IV / Aliens - Humans and Other Animals IV

Das kann heiter werden. Der Kammerjäger sagte vor einiger Zeit, er könne mit der Arbeit nicht anfangen, bevor das Isolationsmaterial im Dachboden wieder befestigt wurde. Vergangenen Freitag kam nun endlich ein Handwerker, der jetzt erstmal eine Offerte erstellen wird. Und es dauert und dauert und dauert …

 

Vor lauter saugen, waschen, waschen, saugen saugen, Teppiche mit Essigwasser schrubben, Kleider über der Badewanne ausschütteln, Corpora delicti sammeln für den Biologen, konnte ich den Balkon erst notdürftig reinigen.

 

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Aliens - Menschen und andere Tiere III / Aliens - Humans and Other Animals III

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I always have the longer power of breathing

Gestern informierte ich den Spengler, es könne sein, dass die Verwaltung die Bezahlung der Rechnung verweigere. Falls der Herr Verwalter seine Drohung wahrmache, solle der Spengler die Rechnung so wie sie ist, an mich schicken. Ich würde mich darum kümmern. Was er mir anschliessend über seine Erfahrungen mit dieser Verwaltung erzählte, war bemerkenswert unschön.

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Aliens - Menschen und andere Tiere II/ Aliens - Humans and Other Animals II

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Bilsenkraut - Henbane

Heute also beim Dermatologen. Die gute Nachricht. Er sagt, es seien eindeutig Flohstiche und solche von Milben, die sich jedoch nicht in menschlicher Haut eingraben. Also keine Krätze z.B. Auch keine Wanzen. Die wären gemein. Jetzt bekomme ich eine Salbe, die ich auf die juckenden und brennenden Stellen auftragen kann. Cortison (was auch sonst) und Antibiotikum. Bzgl. der Bestimmung der Tierchen meinte er, das sei Sache des Kammerjägers. Klar, nichts einfacher als das.

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Aliens - Menschen und andere Tiere I/ Aliens - Humans and Other Animals I

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Ursprünglich sollte mein nächster Blogeintrag von den Schönheiten im Garten handeln. Doch es kam ganz anders.

 

(I'm really sorry, 'm not able to translate, too much troubles in these weeks)

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Ansonsten gesund - Otherwise Healthy

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Bei den Untersuchungen der letzten zwei Wochen und nach dem PET Scan/CT hat sich glücklicherweise ergeben, dass ich sonst gesund bin - also ausser Laktose- und Glutenintoleranz (seit 2008), Hashimoto, Polymyalgia rheumatica, Bursitis und Entzündung unter dem rechten Schulterblatt 😱😂

Die Rheumatologin meint, es könnte sein, dass eine (seropositive - Korr.) seronegative Arthrose mitmische. Hoffen wir, dass nicht. Gestern haben wir mit Methotrexat gestartet und nun hoffe ich, dass sich innert der nächsten zwei Monate die Situation deutlich verbessert.

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Aufwachen mit Beethoven - Waking up with Beethoven

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Hier am 4. August mit Sol Gabetta in der Kirche Saanen anlässlich des Menuhin Festivals

Seit vielen Monaten schon muss ich nachmittags wieder schlafen. Manchmal ist es ein 20Minuen-Power Nap, manchmal sind es zwei oder gar drei Stunden. Zum Einschlafen lasse ich meistens ein Hörspiel laufen, das ich gut kenne. Eines ohne aufgeregte Musik, mit einer ruhigen Sprecher*innenstimme. Heute nun wollte ich nach dem Besuch bei der Rheumatologin die Mittagsinformationen auf SRF2 nachhören. Viel habe ich davon nicht mehr mitbekommen. Doch wie schön und tröstlich war es doch, mit der Appassionata, gespielt von Lang Lang aufzuwachen. Ich ziehe zwar Hélène Grimauds Beethoven Interpretationen immer noch vor. Dennoch danke dem Herrn von B, Lang Lang und SRF2.

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Ein Versuch ist es wert - It's Worth a Try

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Mitte Mai: Rechts unten wird alles getrocknet, was schon am Absamen ist und nicht mehr zurück in den Garten sollte - Mid-May: At the bottom right, everything is dried that is already mature and should no longer be returned to the garden

Oh, je, über zwei Monate seit dem letzten Tagebucheintrag. Aber klar, ich konnte einfach nicht mehr. Das ganze Hormondurcheinander mit Schilddrüsenhormonen und Cortison; die Schmerzen verursacht durch die Polymyalgia Rheumatica, die zunahmen statt nachliessen. Die daraus resultierende Immunschwäche, die fünf Monate lang jeden Infekt zuliess. 200 Quadratmeter Freizeitgarten, der unter anderen Umständen gut zu handhaben wäre und auch viel Freude machen würde. All das und Thamiam, der jeden Tag so sehr fehlt, dass es mir zwischendurch über mehrere Wochen einfach die Sprache verschlägt.

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It's a Raining Day - Ein Regentag

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Ersehnter Regen. Die Erde war stark ausgetrocknet, als hätte es die paar Regentage vorletzte Woche nicht gegeben.

 

Welcome rain. The earth was very dry, as if the couple of rainy days the week before hadn't happened.

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Wertvolle Unterstützung - Precious support

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Freizeitgarten - Allotment garden

Die letzten Wochen waren auch hart, weil die Reduktion des Cortisons das erste Mal seit letzten Herbst nicht nachlassend heftige Muskelschmerzen verursachte. Sonst wurde es jeweils ca. 14 Tage nach einer Reduktion (alle vier Wochen um 1 mg) wieder erträglich. Gleichzeitig standen so viele schwere Gartenarbeiten an, die ich nicht selber machen konnte. Ich hatte ja schon im letzten Jahr erst Mitte Juni anfangen können, nachdem ich zuvor im Spital gewesen war. Mama Natur liebt solche Zustände. Vergissmeinnicht und Hahnenfuss, Löwenzahn und Knoblauchhederich, Giersch und Co. hatten den Garten übernommen. Woher Hilfe bekommen? Die Spitex stellt zwar ab und zu einen Zivi zur Verfügung. Im Frühjahr reicht das leider nicht, wenn eins selber kaum eine Gabel in der Hand halten kann.

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Tag der Befreiung - Liberation Day

Gestern war der Tag der Befreiung von den Massenmörder*innen des nationalsozialistischen Terrorregimes, das von so vielen machtgierigen Menschen mitgetragen und geprägt worden war. Sich über andere Menschen erheben, ihnen ihr Menschsein absprechen, Macht ausüben über andere, endlich jemand sein, dazugehören, Beachtung und Lob bekommen von Leuten, die scheinbar wissen, was zu tun ist.

Ich musste daran denken, dass weltweit Nazis daran sind, ihr Gift, den Hass gegen alle, die sie als minderwertig, als lebensunwert bezeichnen, wieder öffentlich zu verbreiten.

Wir müssen die stoppen. Wir wissen alle, wohin es führt, wenn Hater das Regime übernehmen.*

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Heartbreaking Pain - Herzzerreissender Schmerz

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Thamiam

Das "Kind" wäre heute 25 geworden. Es tut immer noch weh. So weh.

Da ist kein Warum mehr. Nur Weh.

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Herzerwärmendes. In Zeiten des Virus III - Heartwarming. In Times of the Virus III

Warum ich mich so aufrege über die Hamsterkäufer*innen, wurde ich gefragt. Die Antwort darauf zeigt das Bild, das ich im Netz fand (weiss leider nicht mehr wo). Für viele

ältere Menschen, Kranke, sonstwie mobilitätseingeschränkte ist der ganz normale Einkauf zurzeit extrem kräftezehrend und risikoreich. Für einen ganz normalen Einkauf mit sechs, sieben Sächelchen auf der Liste muss ich dreimal einkaufen gehen, bis ich endlich alles zusammen habe. So wie auf dem Bild habe ich vor zwei Tagen mehrere alte Menschen mit Gehilfen, Rollatoren gesehen, die sich im Lebensmittelgeschäft nur sehr langsam fortbewegen konnten und immer wieder vor einem leeren Regal standen. Mir egal, wenn ihr euch nicht aufregt. Mir geht diese Rücksichtslosigkeit auf die Eier.

 

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In Zeiten des Virus II - In Times of the Virus II

Ernte. Rucola/Rauke, Ringelblume/Calendula/ Borretsch, Bärlauch - Harvest. Arugula, marigold/calendula, borage, wild garlic
Ernte. Rucola/Rauke, Ringelblume/Calendula/ Borretsch, Bärlauch - Harvest. Arugula, marigold/calendula, borage, wild garlic

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war der Käfer, der mich 12 Tage lang plagte, nicht der Norovirus. Dazu ging es zu lang. Inzwischen ist es vielleicht nicht mehr wichtig, aber für ein anderes Mal nehme ich mir vor, darauf zu bestehen, dass ich getestet werde. 1-3% erwischt Covid-19 über Magen und/oder Bauch. Ich bin jetzt nicht sicher, ob ich noch ansteckend bin oder nicht und gehöre ausserdem zu zwei Risikogruppen.

Da ich keinen Kontakt zur Aussenwelt hatte und immer Maske trug, wenn die Spitex kam (diese mit Maske und Handschuhen) sollte der Käfer nicht weitergegangen sein.

Vermutlich wäre es doch sinnvoll, dass jemand mit abwechselnd Hals- und Ohrenweh, Brechen und Durchfall, Hals- und Ohrenschmerzen getestet wird. Ich halte mich jedenfalls immer noch fern von anderen, damit ich niemanden anstecke.

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In Zeiten des Virus - In Times of the Virus

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Haferschleimsüppchen für den geplagten Bauch - Oatmeal gruel soup for the troubled belly

Ich bin mehr oder weniger freiwillig in Quarantäne. Nein. Nicht Corona. Mich hat das Norovirus erwischt. Das ist heftig. Und vermutlich heftiger als Covid-19 für viele.

Ich finde immer noch, dass eine Riesengeschichte aus Corona gemacht wird und würde jetzt gerne mal wissen, wieviele Menschen inzwischen an den saisonalen Grippeviren erkrankt und/oder gestorben sind. Aber dazu gibt es keine Pressekonferenzen.

Und versteh mich recht. Jeder dieser Todesfälle ist tragisch. Und sicher ist Covid-19 sehr ansteckend. Aber 1500 Grippetote saisonal jedes Jahr in der Schweiz oder 5000 in Deutschland, ohne dass Notvorräte gekauft werden sollen, ohne Desinfektionsmittel und Maskendiebstähle - den Rest kannst du dir selber denken.

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Corona und Co.

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Diese Dauerbombardierung mit Meldungen zum Coronavirus hinterlässt auch bei mir Spuren. Vergangenen Mittwochmorgen, während die Spitex-Pflegefachkraft bei mir war, dachte ich das erste Mal daran, Masken (FFP2) zu kaufen. Das liess mich aufhorchen und ich merkte, wie ärgerlich ich darüber wurde. Am Abend zuvor hatte ich nämlich noch ausgerechnet, wie viele Menschen in China hätten sterben müssen, damit das neue Virus an eine unserer jährlich wiederkehrenden Grippewellen herankäme.

Zu dem Zeitpunkt waren es in China 2.700 Tote. In DE sterben ca. 5000 Menschen an der Grippe!!! Und auch wenn es tragisch ist für jeden einzelnen Menschen, der an diesem Virus stirbt. Die Relationen sind völlig andere.

Am Donnerstag begann ich mir zu überlegen,  ob ich mir wirklich einen Notvorrat anlegen müsste. Konserven kaufe ich sehr selten. Mal eine Büchse Pelati alle zwei, drei Monate oder Konfitüre, noch seltener eine Büchse Ananas und Kokosmilch.

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Teil I Vergewaltigt. Damals ein Opfer. Heute nicht mehr. - Part I Raped. Back then a victim. No more today.

Dank eines Twitter-Kontakts erfuhr ich vorgestern Abend von der Sendung Reporter des SRF #vergewaltigt – aber kein Opfer! Ich hätte es mir zu nachtschlafender Zeit nicht mehr anschauen dürfen. Schon während ich zuhörte, wie die jungen Frauen die Vergewaltigungen schilderten, schwappten Erinnerungen hoch. Mehrere der geschilderten Situationen hatte ich selber so und ähnlich erlebt.

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