Scham Praktikum – Shame Fieldwork (2)

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,
Digitalis - Fingerhut

Gestern Abend nahm ich an einer Videositzung von femscript.ch-Autorinnen teil. Ich sass bis kurz vor Beginn am Rechner und sortierte Fotos von meinem Aufenthalt im Salento im Frühsommer 2017. Wie es manchmal so ist, vergass ich über den Fotografien die Zeit, bis ich aufmerkte. «Oh, ich sollte mich noch umziehen.»

 

Ich besitze seit letztem Jahr zwei gleiche türkisgrüne Oberteile, die ich oft trage, weil sie so bequem sind. Also schnappte ich mir eins der beiden und setzte mich an den Rechner.

mehr lesen

Die 5 gerade sein lassen - Stretch a Point

Die letzten 14 Tage - oder sind es schon drei Wochen? - im Freizeitgarten haben mir wir viel abverlangt. Ich war bereit, dies zu leisten, weil ich mich auf die Blumen und die Gemüse freue. Und weil es auch Freude und Zuversicht bringt, dass es überhaupt möglich war. Doch jetzt ist die Luft draussen. Körperchen mag nicht mehr. Und ich will nicht zusammenkrachen wie im August vor zwei Jahren, als der Cortisonrausch mich zu Höchstleistungen antrieb. Tempo runterfahren. Wieder mehr Pausen einlegen. Die Fünf gerade sein lassen.

mehr lesen

Scham - Shame (1)

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,

Seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema Scham stark.

 

Dass ich mich schäme für Handlungen, die ich im Nachhinein als falsch erachte - und, wenn Menschen involviert sind, dafür auch um Entschuldigung bitte, ist nachvollziehbar.

 

Dass ich mich jedoch für teilweise sogar schwere Verbrechen schäme, die andere an mir begangen haben, schmerzt geradezu unerträglich.

Als hätte ich kein Recht auf Würde, auf Respekt. Auf Gleichberechtigung. Dabei weiss ich, dass ich genau wie jedes andere Wesen, gleichberechtigt bin. Dass ich das Recht habe, anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Und doch muss ich mich immer wieder dafür wehren, von manchen als gleichberechtigte und gleichwertige Person behandelt zu werden.

mehr lesen

Respektvoller Umgang mit unserer Umwelt - Respectful treatment of our environment

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,
Wiesensalbei auf meinem Balkon - Meadow clary on my balcony (Salvia pratensis)

Ich dachte schon ein paarmal, dass es mir möglicherweise leichter fallen würde, regelmässig zu posten, wenn ich hauptsächlich kürzere Texte verfassen würde. Ich probiere das jetzt mal.

mehr lesen

Das Glück auf der Tanzfläche - Happiness on the Dance Floor

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Phacelia, Bienenfreundin
Phacelia, die Bienenfreundin

Seit es weniger regnet, war ich fast jeden Tag mehrere Stunden in meinem Freizeitgarten. Zu Beginn mehr liegend als bearbeitend, weil die Energie vor sechs, sieben Wochen immer nur für eine Viertelstunde reichte. Bei den leichtesten Arbeiten wurde mir bald schwindlig und ich musste mich hinlegen.

 

Inzwischen konnte ich eine Antikörpertherapie (Adalimumab) beginnen und glücklicherweise sind die Muskeln etwas belastbarer.

mehr lesen

Ein Blumenstrauss für Thamiams Gedenken - A Bouquet of Flowers for Thamiam's Memory

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,

Es ist der 20. Mai und ich heize. Als ich heute morgen ins Wohnzimmer kam, zeigte das Thermometer noch 17,5°C an. Drin. Ganz schön frisch, wenn eins am Rechner sitzt. Bei 20° vermelden meine Muckis, es sei ok.

Ich höre schon die Superhelden ausrufen: "Seht ihr, es gibt gar keinen Klimawandel.".

Antwort: "Schon davon gehört, dass Wetter nicht dasselbe ist, wie Klima?"

Wie auch immer. Das Bild links entstand im Abendlicht. Und ich finde es tröstlich. Wenn es uns mal nicht mehr geben wird, holt sich Mother Nature den Raum zurück, den wir gedanken- und rücksichtslos beanspruchen.

Inzwischen habe ich die beiden Dosen Impfstoff gegen Covid erhalten. Nach der zweiten Impfung hatte ich einen Tag lang 39°C Fieber und Kopfschmerzen. Unangenehm zwar, aber besser als an Covid erkranken. Ich hoffe, wir finden Wege und Mittel, dass bald alle Menschen weltweit, die sich impfen lassen wollen, das auch tun können.

mehr lesen

Ohne Worte - Wordless

Thamiam, Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,
mehr lesen

Unwirklich - Surreal

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography

 

Es ist der 26. März. Dein Geburtstag. Und ich ertappe mich dabei, wie ich auf die Zahl im Kalender schaue und doch nicht wirklich bin. Mich, kaum habe ich die Zahl im Blick, in einen Nebel einhülle. Nicht fühlen müssen. Den Schmerz. Der heute nicht mehr wütet. Doch nagt. Dick und pelzig. Die Kehle zu schmal. Das Herz zu stark. Schwillt an und möchte bersten. Eingepferchte Schreie zu entlassen. Die der Kehle doch nicht zu entweichen vermögen, da wo das Weh sie verengt. Ich sehe dich, wie ich dich das erste Mal sah. Und das letzte Mal. Und all die Male dazwischen. So wie manche erzählen, Menschen sähen vor ihrem Tod ihr Leben vor sich wie in einem Film ablaufen, sehe ich deines vor mir. All die Momente, da unsere Leben sich berührten. Und jene, von denen du mir erzähltest. Oder andere mir berichteten. Alles ist. Gleichzeitig.

 

mehr lesen

Im Gedenken - In Remembrance

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,

Heute vor einem Jahr starb in der Schweiz der erste an Covid-19.

 

Innert eines Jahres sind (fast, sorry, die Korr. ging vergessen) zehntausend Menschen wegen SARS-CoV-2 gestorben.

 

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen, die für uns so ungewohnt und einengend sind.

 

Beinahe 10'000 Menschen allein in der Schweiz.

mehr lesen

Fliessend in Raum und Zeit - Fluent in Space and Time

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,
Aus der Reihe "Stöbern im Archiv"- From the series "Rummaging in the archive" Canon iuxs 80is

Ein junger Mann, der vor kurzem seine 59jährige Grossmutter wegen SARS-CoV-2 verlor, schrieb, es habe gedauert, bis er sich in der Realität wieder zurecht gefunden habe.

 

Ach, ja, es braucht Zeit, bis man nach dem Tod geliebter Menschen in die Realität zurückkehren kann. Als Thamiam starb, stand ich die Tage danach u.a. öfter vor einem Fenster in meiner Wohnung und musste mir überlegen, ob ich den Griff nach oben, nach links oder nach rechts bewegen muss, um es zu öffnen. Oder ich drückte auf den Griff an der Kühlschranktür, um sie zu öffnen. Statt zu ziehen. Manches funktionierte einfach nicht mehr automatisch. Es fühlte sich tatsächlich so an, als wäre ich ausserhalb von Zeit und Raum.

Manchmal lande ich urplötzlich wieder in diesem Gefühl. Auch jetzt, einen Monat vor seinem Geburtstag und zwei Monate vor seinem Todestag.

mehr lesen

Wintermärchen - Dreamy Days

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Winter, Schnee, Schneeflattern, Schneevorhang
Archivfoto 2008

Heute ausschliesslich Seelenfutter. Seit ich von den Bergen in die Stadt zog, habe ich zu Hause nicht mehr so viel Schnee gesehen. Nun freue ich mich um so mehr. Eistage und Nächte um die 10° C unter Null. Soviel Schnee wie i.d.R. in den Bergen ist es natürlich nicht, aber längst zufriedenstellend :-) Doch sieh selbst.

Today exclusively soul food. I haven't seen so much snow at home since moving from the mountains to town. Now I'm all the more happy. We had ice days and icy nights around 10 ° C below zero. Of course there isn't as much snow as there is usually in the mountains, but it is highly satisfactory :-) But see for yourself.

mehr lesen

50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht oder Die Kriminellen in meiner Kindheit - 50 Years Women's Voting and Election Right or The Criminals in My Childhood

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Valbella
1970, ein Monat vor meinem 14. Geburtstag, Schneeballschlacht in Valbella

 

Heute vor 50 Jahren durfte mein Vater (und mit ihm andere stimmberechtigte Männer in der Schweiz) darüber abstimmen, ob meine 40jährige Mutter, eine gestandene Berufsfachfrau, mündig genug sei, über Sachthemen abzustimmen, zu wählen oder sich in ein politisches Amt wählen zu lassen.

Seit Monaten schon geistert die Frage durch meinen Sinn: Warum erinnere ich mich nicht an diesen wichtigen Tag? Warum nicht an Diskussionen darüber? Nachdem ich vor kurzem das Datum in Erfahrung gebracht hatte, wusste ich warum. Ich hatte ein furchtbares Jahr hinter mir gehabt.

mehr lesen

Translation of the German text of January 31st: All-Eins Sein II - Being Well In And With Oneself II

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography
Great pleasure

Every time I thought of my diary, regardless of whether it was here or the one made of paper, my head went blank, thoughts that could have been processed into an essay or in a literary story disappeared in the void. The mourning for Thamiam and also for my life, for having suffered sexualised and other violence, were too great. It wasn't until today, when I answered C.'s question in a mail how I am doing, that the words came back. And there were many. At first I thought "I have nothing to say", which reminded me of the title of a Therese Giese biography, one of the first books that I bought as a young woman, when I was a wife, mother, housewife and indulged the senses of our cat as well as the bobtail's, the baby hedgehogs' and turtles'.

 

So I now take advantage of parts of what I have already written today in the e-mail and hope my female friend C. likes it too.

mehr lesen

All-Eins Sein II - Being Well In And With Oneself II

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Rauhnächte, Weihenächte, Fensterschmuck
Ich habe das Fenster schön. Abgeräumt wird frühestens zu Lichtmess.

Jedesmal, wenn ich an mein Tagebuch dachte, gleich-gültig ob hier oder an dasjenige aus Papier, wurde mein Kopf leer, Gedanken, die zu einem Essay oder in einer literarischen Erzählung hätten verarbeitet werden können, lösten sich im Nichts auf. Die Trauer um Thamiam und auch die um mein Leben, um das Erleiden sexualisierter und anderer Gewalt waren zu gross. Erst heute, als ich in einer Mail C.'s Frage beantwortete, wie es mir gehe, kamen die Worte zurück. Und es wurden viele. Dabei dachte ich erst "Ich habe nichts zu sagen.", was mich an den Titel einer Therese Giese-Biographie erinnerte, eines der ersten Bücher, die ich mir als junge Frau, damals Ehefrau, Mutter, Hausfrau, Katzen- Hunde-Igel- und Schildkrötenbetörerin leistete.

mehr lesen

All-Eins Sein - Being Well In And With Oneself

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,

Vorgestern habe ich es endlich geschafft, das kleine Biotop im Freizeitgarten von faulenden Wasserlilien- und Eichenblättern zu befreien. Frösche und Erdkröten können kommen. Und die Brunnenkresse, die ich im Mai gepflanzt hab, gedeiht prächtig. Vitaminchen für mich.

Eine Stunde brauchte ich dafür. Jaulende Muskelkatze ist die Folge. Aber wenigstens schmerzen die Muckis mal wegen was anderem als der Polymyalgia rheumatica.

Das schönste war, dass mich der Regen nicht gestört hat, vielmehr war er mir Trost.

 

mehr lesen

Der Versuch, gelassen zu bleiben - Trying to Stay Calm

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography,

Gestern Nacht hat es mich voll erwischt. Bisher ist es mir in der Regel gelungen, Gefühle von Angst wahrzunehmen, sie zu beobachten, ihnen aber wenig Platz einzuräumen. Ich verbringe zu meinem Schutz deutlich weniger Zeit auf Social Media, informiere mich dennoch gründlich. Persönliche Kontakte vermeide ich. Dreimal die Woche sehe ich noch Personen, die wegen der Erkrankung zu mir kommen müssen.

mehr lesen

Novemberblüte - November Blossom

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Füllfeder, Mont Blanc, Fountain pen, Tulpe, Feder, Feather, , Tulip,

Ich wollte am Novemberschreiben NaNoWriMo

teilnehmen. D.h. im November 50'00 Worte schreiben. Z.B. jeden Tag 1'667. Ohne Zensur. Ohne zu überarbeiten. Ziel: Am Ende des Monats den Stoff für einen Roman beisammen zu haben. Nun reicht die Energie an den meisten Tagen für knapp zwei Stunden morgens. Trotzdem gehe ich einmal die Woche nachmittags in die Wassergymnastik um den Muskelaufbau und die Beweglichkeit zu fördern und einen Nachmittag lang in einen Nähkurs. Da mache ich dann in drei Stunden etwa so viel, wie gesunde Menschen in einer. Danach brauche ich zwei Tage um mich zu erholen. Aber mei, so ist es halt jetzt und ich bin immer noch zuversichtlich, dass sich das auch wieder ändert.

mehr lesen

Reisen vs. nicht reisen - Travel Versus Staying Home

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Thun, Thunersee, Lake Thun, Bonstettenpark, Bonstetten
Einer meiner Lieblingsplätze in Thun - One of my favourite places in Thun

Eigentlich sässe ich jetzt im Zug, unterwegs zu meiner Thuner Freundin G. Ich hatte gut geplant und zwecks "physical distancing" vor zwei oder drei Wochen schon bei der SBB Spartickets 1. Klasse gekauft. Die Hin- und Rückreise für je Fr. 13.60. Doch nun sagen Polymyalgia Rheumatica und die Muskeln im Verbund mit Methotrexat unterdrücktem Immunsystem und steigenden Covid-Zahlen: "Nein. Danke." Also bin ich vernünftig und bleibe zu Hausse.

Manchmal nervts. Sowohl die Schmerzen wegen der Polymyalgia wie auch die Situation mit SARS-CoV-2. Ich kann gut mit mir allein sein. Es gibt 1001 Sachen, die mich interessieren, die ich machen kann inkl. still sitzen und Luftlöcher gucken, was auch nichts anderes als eine Form der Meditation ist. Aber nur zwischen Wohnung, Garten, Ärztin und Lebensmittelgeschäft zu pendeln ist etwas einseitig. Dann denke ich wieder: Ich lebe in einem Land mit einem der weltweit besten Gesundheitssysteme, ich bekomme die Pflege und die Unterstützung, die ich brauche.

mehr lesen

Traumpfade - Songlines

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Thamiam Cyrill Nepomuk

Aufgewacht, nachdem ich das Kind in den Armen getragen hatte. Ach, nein, er ist ja nicht mehr hier. Im Traum wollte ich mit einer anderen Frau einen Lift benutzen. Der Lift kam, doch darin stand eine schwere Frau mit einem Wagen mit Putzmaterial und versperrte alles. Die Szenerie veränderte sich. Aus dem Lift war eine elektronische Schiebetür geworden. Hinter der Tür ein bläulich wirkender riesiger Raum wie in der Abflugshalle eines Flughafens, mit einem leicht ansteigenden, breiten Transportband. Ich wollte durch die Tür gehen, doch die dicke Frau, dieselbe wie vorher im Lift, hinderte mich resolut daran. Sie drückte von der anderen Seite die Türflügel zusammen. Ich musste aber da rein, weil ich Thamiam auf dem Laufband sah. Er war zwischen 3 1/2 und vier Jahre alt und wurde auf einem Kindervelo das Laufband hoch geschoben.

Im Wissen darum, dass die Frau im Raum vor mir dafür verantwortlich war und dass sie es nicht gut meinte mit uns, sammelte ich meine ganze Kraft, packte die Türflügel mit beiden Händen. Es gelang mir, sie auseinander zu schieben. Ich rannte das Laufband hoch, nahm Thamiam zu mir und ging mit ihm in den Armen das Laufband runter.

mehr lesen

Wenn die Zeiten ineinander fliessen - When Times Flow Into Each Other

Nachdem meine Mutter gestorben war, konnte ich einiges aus ihrem Haushalt übernehmen. U.a. gehörten zwei ihrer Schürzen dazu. Während ich das dampfende Bügeleisen über den Stoff schiebe und darauf achte, nicht noch mehr Falten hinein zu bügeln, beginnt das Kopfkino. Wie ich diese Schürzen schon als Kind gebügelt habe. Vor 58 Jahren. Wie ich die Taschentücher meines Vaters und des Onkels, der bei uns wohnte, bügelte und meine Mutter mich warnte, Onkel Hans werde nicht zufrieden sein, wenn ich Falten in seine Taschentücher bügelte.

Der Onkel, der das Kind vergewaltigte. Immer und immer wieder. Welche Gedanken, Gefühle bewegten damals wohl das kleine Mädchen bei den Worten der Mutter?

mehr lesen

Aliens - Menschen und andere Tiere VII / Aliens - Humans and Other Animals VII

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Angelikabohne, Blüte, Angelika Bean Blossom,
Blüte der Angelikabohne auf meinem Balkon - Angelica bean blossom on my balcony

Ja, nun. Gestern lief die Frist zur Widerrufung der beiden Vergleich ab, die von der Schlichtungsbehörde vorgeschlagen worden waren. Der eine betrag die Nebenkosten 2017/2018 und die verdeckte Mietzinserhöhung, der andere die verweigerte Weitergabe der Leitzinssenkung. Das würde ca. 40 Fr. weniger Mietzins bedeuten. Kurz vor dem Wochenende fand ich heraus, dass in den Nebenkosten 2017 mindestens eine Arbeit verrechnet wurde, die 2017 gar nicht stattgefunden hatte. Umgeschlagen auf (damals) vier Mietparteien sind das bereits 150 Franken zuviel verrechnete Nebenkosten. Da die Nebenkosten 2017 im Vergleich zu 2016 eklatant viel höher sind, gehe ich davon aus, dass da noch mehr nicht stimmt. Als ich mir der Anwältin des Mieter*innenverbandes telefonieren konnte, erfuhr ich, dass die Gegenpartei auch Widerruf eingelegt hat. Wie praktisch. Dann muss das Ganze nochmals überprüft werden und dieses Mal besonders sorgfältig.

mehr lesen

Glückseligkeit des Seins - Bliss of Simply Being

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Teich, Pond, Garden Happiness, Gartenglück, Glück, Happiness

Im Liegestuhl ruhend das Glück spüren, im Teich plätschert der kleine Springbrunnen. Hummeln, Wespen, Bienen nutzen den Teich als Tränke. Libellen tanzen durch die Luft, die roten versuchen tatsächlich noch Eier zu legen. Von weitem die Stimme einer Gartennachbarin. Kürbisse und Zucchetti wachsen trotz falschem Mehltau um die Wette. Die sonnengereifte Tomate Vesuvio schmilzt beinahe in der Mundhöhle. Sehr müde von den Anstrengungen, die die Magendarmgrippe abverlangte. Die Übelkeit noch nicht ganz ausgestanden. Und doch, und doch fühle ich dieses Glück des einfach nur Sein.

mehr lesen

Aliens - Menschen und andere Tiere VI / Aliens - Humans and Other Animals VI

Heute Morgen fand die Schlichtungsverhandlung bzgl. der Nebenkosten 2017 und 2018 und des verdeckten Mietzinsaufschlages statt. Leider musste meine Anwältin ohne mich da hingehen. Mich hat seit Dienstagmorgen eine Magendarmgrippe im Griff. Inkl. Bettwäschewechsel mitten in der Nacht. Aber mei, auch das geht vorbei.

Der Kammerjäger war letzte Woche hier. Keine Ahnung, was für einen Auftrag er hatte. Jedenfalls hat er das ganze Brutmaterial auf dem Dach gelassen. Die Längsseite zur Solaranlage, parallel zum Giebel ist immer noch offen zugänglich. Er merkte erst, als das Auto mit dem Hydrauliklift vor der Tür stand, dass er mit dem Gefährt nur an drei Seiten der Solaranlage rankommt. Für den Rest bräuchte er einen Spezialisten, der aufs Dach klettern kann. 

mehr lesen

In Verbindung sein - To Be in Touch

Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Camouflage, Tarnung, Mimikry, Mimicry
Camouflage - Mimikry

Heute erzählte ein älterer Mann in der Sendung Persönlich des SRF, wie seine Frau das erste Mal in ihrem Leben gebetet habe, als sie in Guadeloupe vor dem Rückflug in die Schweiz ihren Autoschlüssel verloren hatten. Das sei ein Schlüsselerlebnis gewesen für ihn, Jesus kennenlernen zu wollen. Zwei Minuten, nachdem seine Frau gebetet habe, hätten sie den Autoschlüssel in einem grossen Kompostcontainer gefunden. Schön und gleichzeitig: Ach, je.

 

Ich kenne einige Menschen, die ähnliche Erlebnisse hatten. Ich selber kann, wenn ich gut bei mir bin, z.B. den Spaghetti im Kochwasser sagen, sie sollen mich rufen, wenn sie gar sind. Oder ich bitte einen verlegten Gegenstand, mir den Weg zu ihm zu zeigen.

 

mehr lesen

Hoffentlich gute Neuigkeiten - Hopefully Good News

Endlich. Nachdem ich gestern den Herrn Verwalter daran erinnern musste, wie lange es her ist, dass ich bzgl. der Mängel schriftlich (Betonung auf schriftlich, denn mündliche Meldungen werden von den Herrschaften ja grundsätzlich abgestritten) Meldung machte (Isolationsmatten 20. Januar.!!, Tauben 21. Mai. und Regenrinnen 17. Juli.), erhielt ich einen Anruf des Kammerjägers, sie würden die Tauben morgen Mittwoch vom Dach befördern. Und so leid es mir tut, dass die Tauben ihren wunderbaren Brutplatz verlieren werden (und hoffentlich nachhaltig!), ich bin enorm erleichtert. Nun muss ich mir nur noch gut planen, wie und wo ich den morgigen Tag verbringen werde, denn die Arbeiten hier werden laut. Das Haus ist ein 50er Jahre Betonhaus, das jeden Ton durch alle Mauern schickt.

mehr lesen