Willkommene Gäste in meinem Garten und dreiste, menschliche Eindringlinge III - Guests Who Are Welcome to My Garden and Brazen Human Intruders III

Fortsetzung: Nachdem die Dame am 23. oder 24. von Gartennachbarn über die Fotos, die ihren Übergriff dokumentieren, aufgeklärt wurde, änderte sie ihr Narrativ. Seither behauptet sie, sie habe es knistern gehört und habe gemeint, es brenne. Und so war sie eben doch in meinem Garten. Am 25. sprachen der Vereinspräsident und sein Gschpusi, die Vereinsvizepräsidentin auf dem Weg oberhalb meines Gartens mit ihr und beruhigten sie. Ihr passiere nichts. Drei Meter vom Liegestuhl entfernt, in dem ich mich ausruhte.

Die wussten noch nichts von den Fotos. Als ich das hörte, ging ich zu ihnen und zeigte sie ihnen.

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Heute wäre ein Tag, um ein Herbstritual zu feiern: Die Herbsttag- und Nachtgleiche - Today Would Be A Day to Celebrate an Autumn Ritual: The Autumn Equinox

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Zum gestrigen Eintrag heute nur soviel: Die Dame ging in den vergangenen Tagen von Garten zu Garten und bezichtigt mich direkt oder indirekt der Lüge. Sie behauptet, nicht in meinem Garten gewesen zu sein. Sie wiegelt die Leute auf, nun offen und einige sind offensichtlich auf sie reingefallen. Tja, offenbar wurde sie nicht informiert, dass Beweismittel existieren. Ich frag mich schon, warum ist so ein Mensch nicht einfach still. Oder bittet um Entschuldigung. Andererseits entlarvt sie sich mit ihrer Hetze selbst.

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Willkommene Gäste in meinem Garten und dreiste, menschliche Eindringlinge - Guests Who Are Welcome to My Garden and Brazen Human Intruders

 Copyright, AincaArt, Ainca Kira, Foto und Text, Writer, Photographer, Photography, Gartenglück mit Herbstanemonen, Tigerschnecke, Mais, weiss-schwarzer Königskerze, Blumenstrauss - Happiness in the garden with autumn anemones, tiger snails, corn, white-b
Gartenglück mit Herbstanemonen, Tigerschnecke, Mais, weiss-schwarzer Königskerze, Blumenstrauss - Happiness in the garden with autumn anemones, tiger snails, corn, white-black mullein, bouquet of flowers

Himmeltraurig, wie manche Zeitgenoss*innen sich aufführen. 2018 begann ich mit der Pflege und dem Aufpäppeln des Gartens, den ich von der Stadtgärtnerei pachten konnte. Seit 2019 schon hatte ich den Eindruck, dass Leute sich in meinem Garten aufhielten, wenn ich nicht da war. Uneingeladene Leute nota bene. Manchmal wurde Gemüse gestohlen. Ein andermal waren es nur Fussabdrücke in der Erde. Irgendwann habe ich halt mal laut zu verschiedenen Leuten gesagt, ich würde eine Fotofalle aufstellen. Daraufhin war eine Zeitlang Ruhe, obwohl ich überhaupt nicht konsequent war mit der Fotofalle und diese sowieso lieber genutzt hätte, um das tierische Leben im Garten "einzufangen". Dachs, Katzen, Vögel.

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Durchhalten um jeden Preis

Urheber*in des Bildes mir nicht bekannt - I don't know, who the picture's author is
Urheber*in des Bildes mir nicht bekannt - I don't know, who the picture's author is

Ich muss jetzt doch noch mal was zu Covid loswerden. In der Schweiz wurden die Vorsichtsmassnahmen Ende Juni stark gelockert. Die Leute kommen im Juli und August aus den Ferien zurück. Die Ansteckungszahlen sind wieder massiv am Steigen, in Spitälern werden bereits jetzt wieder lebenswichtige Operationen zugunsten der Pflege von schwer Covid-Erkrankten verschoben. Von denen die meisten ungeimpft sind.

Einschub: Werden auch die Menschen gezählt, die gestorben sind, weil ihre OP verschoben werden musste? Und was hätten diese den uneinsichtigen Massnahmengegner*innen wohl zu sagen?

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Die Bibliothek der Müllmänner - The dustmen's library

Was für eine schöne Idee. In Ankara sammeln Müllmänner Bücher, die von den Leuten nicht mehr gebraucht werden und bauen mit ihnen eine Bibliothek auf, die für alle zugänglich ist. Gesehen am 20.08.2020 in "10vor10" des Schweizer Fernsehen (weisser Titel auf rotem Grund).

 

What a beautiful idea. In Ankara, dustbin men collect books that people no longer need and use them to build a library that is accessible to everyone. Seen on 08/20/2020 in "10vor10" on Swiss television (German spoken).

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Rainrainrainrain and One Day -Regenregenregenregen und ein Tag

Ein paar Tage mal was anderes sehen. Eine Freundin besuchen. Ich glaube, ich war seit zwei Jahren nicht mehr bei ihr, weil ich wegen der Polymyalgia nicht so lange unterwegs sein konnte. Immerhin. Die Reise war einigermassen erträglich. Doch zu mehr als einem kurzen Spaziergang im Städtchen reichte es nicht mehr. Nach 1200 m war endgültig Schluss.

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1. Augustrede: Altersarmut - 1st August Speech: Old-age Poverty

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Altersarmut trifft bekanntlich hauptsächlich Frauen. Jahre der Gratisarbeit für Familie und Gesellschaft haben ihren Preis, den v.a. wir zahlen. Da helfen zwar Versicherungsleistungen wie die Ergänzungsleistungen. Doch reicht das i.d.R. grad von Monat zu Monat. Jede unvorhergesehene Ausgabe von 200 und mehr Franken provoziert einen Bittgang zu einer Behörde/Institution, die Zugang zu Stiftungs- oder öffentlichen Geldern hat. Dort muss frau sich bis aufs Unterhemd ausziehen, d.h. inkl. Kontoauszüge alles herzeigen. Das ist einerseits ein Stück weit nachvollziehbar, um Missbrauch zu verhindern. Doch für die 97 (von 100) ehrlichen Frauen ist es jedesmal ein Spiessrutenlauf.

Und dann dies obendrein. Eine Umverteilung des Geldes findet schon lange statt. Von "unten" nach "oben". In der Schweiz wie anderswo und in früheren Jahrhunderten auch, ist es immer noch so, dass man das Geld gerne dort abholt, wo sowieso schon wenig vorhanden ist.

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Licht - Luce- Light

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Salento, vicino Otranto (2017)

Durchatmen. Aufatmen. Vor kurzem durchbrach ein scheuer Sonnenstrahl den stahlgrauen Himmel und jetzt war für ein paar Minuten tatsächlich alles in helles Licht getaucht. Ich erinnere mich an 1980, wo wir nach einem Schullager im Engadin, bei dem ich als Begleitperson dabei war, zurückkamen und es nach Monaten endlich zu regnen aufgehört hatte. Diese Dauer ist nun schon um ca. 14 Tage übertroffen. Und ich gestehe, es geht mir auf den Geist. Ich leg mich zwar nicht in die Sonne, doch mag ich Wärme und Sonnenlicht. Und Meer. Eigentlich müsste ich von Anfang Mai bis Oktober am Mittelmeer oder sonstwo in einem ähnlichen Klima leben.

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Kleine Welt - Small World

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Roter Lein, crimson flax linum grandiflorum, linum coccineum

Letzthin, als ich vom Freizeitgarten zurück zur Wohnung ging, stellte ich einmal mehr fest, wie klein meine Welt doch geworden ist. Von der Wohnung in den Garten, vom Garten in die Wohnung, von der Wohnung in den Garten … Ab und zu ein Besuch bei der Ärztin oder beim Physio. Einkaufen. Das wars. Ach, ja, und nähen im Kurs, wenn keine Schulferien sind. Da muss ich mich derzeit noch hinfahren lassen, weil der Weg noch zu weit ist, um all die Sachen zu tragen, die eine zum Nähen braucht.

Falls ich doch nochmals so weit gesund werde, dass ich eine Weltreise oder zumindest eine Weltreise in Etappen antreten kann, werde ich mich daran erinnern, dass diese jetzige Phase eine Vorbereitung aufs hohe Alter gewesen ist, auf die Tage vor dem Tod. Da wird die Welt auch ganz klein. Bevor wir auf- oder eingehen in das «was wir erst dann wirklich erfahren werden».

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Heldentum - Heroism

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Nach dem Spiel musste ich direkt in den Garten und am Feuer das Adrenalin runterfahren - After the game I had to go straight to the garden and get my adrenaline down by the fire

Das ist das Schöne in einer grösseren (für schweizerische Verhältnisse) Stadt. Irgendwer freut sich immer über den Sieg und/oder die Leistung eines Teams. Es gibt (fast) immer einen Autocorso. - Nur von den Engländer*innen war gestern nichts zu hören. Oder jemand schreit durch die Nacht: "Italien hat gewonnen."

Was ich jedoch höchst bedenklich finde, ist die martialische Sprache vieler Sportjournalisten und weniger Journalistinnen, die stark an Militär und Kriege erinnert und der Nationalismus, der EM für EM, WM für WM, Olympia für Olympia reproduziert und befördert wird.

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Gartenglück und Gartenpech - Garden Happiness as Well as Bad Luck

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Das erste Mal in den langen Covid-Monaten Besuch im Garten 💜💙💚💛🧡❤️ Received a visitor in the garden for the first time in the long Covid months

Das hat ja nicht ganz so geklappt mit den kurzen oder Kürzesttexten. Aber es ist ok. Die gröbsten Arbeiten im Frühlings- und Frühsommergarten sind geschafft. Also jene, bei denen ich mit meinem jungen Gartenhelfer zu Rande kam. Und bei den anderen kann ich eh selber nichts machen. Geländedruck, Erde, die sich deswegen offensichtlich ruckartig bewegt. Sichtbar v.a. am Teich, der sich nach unten senkt und dadurch nicht mehr richtig gefüllt werden kann. Geländeabsicherung wie Mauern, die ins Rutschen kommen bzw. die eine, die im Garteninneren schon ins Gemüsebeet abgestürzt ist.

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Scham Praktikum – Shame Fieldwork (2)

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Digitalis - Fingerhut

Gestern Abend nahm ich an einer Videositzung von femscript.ch-Autorinnen teil. Ich sass bis kurz vor Beginn am Rechner und sortierte Fotos von meinem Aufenthalt im Salento im Frühsommer 2017. Wie es manchmal so ist, vergass ich über den Fotografien die Zeit, bis ich aufmerkte. «Oh, ich sollte mich noch umziehen.»

 

Ich besitze seit letztem Jahr zwei gleiche türkisgrüne Oberteile, die ich oft trage, weil sie so bequem sind. Also schnappte ich mir eins der beiden und setzte mich an den Rechner.

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Die 5 gerade sein lassen - Stretch a Point

Die letzten 14 Tage - oder sind es schon drei Wochen? - im Freizeitgarten haben mir wir viel abverlangt. Ich war bereit, dies zu leisten, weil ich mich auf die Blumen und die Gemüse freue. Und weil es auch Freude und Zuversicht bringt, dass es überhaupt möglich war. Doch jetzt ist die Luft draussen. Körperchen mag nicht mehr. Und ich will nicht zusammenkrachen wie im August vor zwei Jahren, als der Cortisonrausch mich zu Höchstleistungen antrieb. Tempo runterfahren. Wieder mehr Pausen einlegen. Die Fünf gerade sein lassen.

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Scham - Shame (1)

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Seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema Scham stark.

 

Dass ich mich schäme für Handlungen, die ich im Nachhinein als falsch erachte - und, wenn Menschen involviert sind, dafür auch um Entschuldigung bitte, ist nachvollziehbar.

 

Dass ich mich jedoch für teilweise sogar schwere Verbrechen schäme, die andere an mir begangen haben, schmerzt geradezu unerträglich.

Als hätte ich kein Recht auf Würde, auf Respekt. Auf Gleichberechtigung. Dabei weiss ich, dass ich genau wie jedes andere Wesen, gleichberechtigt bin. Dass ich das Recht habe, anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen. Und doch muss ich mich immer wieder dafür wehren, von manchen als gleichberechtigte und gleichwertige Person behandelt zu werden.

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Respektvoller Umgang mit unserer Umwelt - Respectful treatment of our environment

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Wiesensalbei auf meinem Balkon - Meadow clary on my balcony (Salvia pratensis)

Ich dachte schon ein paarmal, dass es mir möglicherweise leichter fallen würde, regelmässig zu posten, wenn ich hauptsächlich kürzere Texte verfassen würde. Ich probiere das jetzt mal.

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Das Glück auf der Tanzfläche - Happiness on the Dance Floor

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Phacelia, die Bienenfreundin

Seit es weniger regnet, war ich fast jeden Tag mehrere Stunden in meinem Freizeitgarten. Zu Beginn mehr liegend als bearbeitend, weil die Energie vor sechs, sieben Wochen immer nur für eine Viertelstunde reichte. Bei den leichtesten Arbeiten wurde mir bald schwindlig und ich musste mich hinlegen.

 

Inzwischen konnte ich eine Antikörpertherapie (Adalimumab) beginnen und glücklicherweise sind die Muskeln etwas belastbarer.

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Ein Blumenstrauss für Thamiams Gedenken - A Bouquet of Flowers for Thamiam's Memory

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Es ist der 20. Mai und ich heize. Als ich heute morgen ins Wohnzimmer kam, zeigte das Thermometer noch 17,5°C an. Drin. Ganz schön frisch, wenn eins am Rechner sitzt. Bei 20° vermelden meine Muckis, es sei ok.

Ich höre schon die Superhelden ausrufen: "Seht ihr, es gibt gar keinen Klimawandel.".

Antwort: "Schon davon gehört, dass Wetter nicht dasselbe ist, wie Klima?"

Wie auch immer. Das Bild links entstand im Abendlicht. Und ich finde es tröstlich. Wenn es uns mal nicht mehr geben wird, holt sich Mother Nature den Raum zurück, den wir gedanken- und rücksichtslos beanspruchen.

Inzwischen habe ich die beiden Dosen Impfstoff gegen Covid erhalten. Nach der zweiten Impfung hatte ich einen Tag lang 39°C Fieber und Kopfschmerzen. Unangenehm zwar, aber besser als an Covid erkranken. Ich hoffe, wir finden Wege und Mittel, dass bald alle Menschen weltweit, die sich impfen lassen wollen, das auch tun können.

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Ohne Worte - Wordless

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Unwirklich - Surreal

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Es ist der 26. März. Dein Geburtstag. Und ich ertappe mich dabei, wie ich auf die Zahl im Kalender schaue und doch nicht wirklich bin. Mich, kaum habe ich die Zahl im Blick, in einen Nebel einhülle. Nicht fühlen müssen. Den Schmerz. Der heute nicht mehr wütet. Doch nagt. Dick und pelzig. Die Kehle zu schmal. Das Herz zu stark. Schwillt an und möchte bersten. Eingepferchte Schreie zu entlassen. Die der Kehle doch nicht zu entweichen vermögen, da wo das Weh sie verengt. Ich sehe dich, wie ich dich das erste Mal sah. Und das letzte Mal. Und all die Male dazwischen. So wie manche erzählen, Menschen sähen vor ihrem Tod ihr Leben vor sich wie in einem Film ablaufen, sehe ich deines vor mir. All die Momente, da unsere Leben sich berührten. Und jene, von denen du mir erzähltest. Oder andere mir berichteten. Alles ist. Gleichzeitig.

 

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Im Gedenken - In Remembrance

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Heute vor einem Jahr starb in der Schweiz der erste an Covid-19.

 

Innert eines Jahres sind (fast, sorry, die Korr. ging vergessen) zehntausend Menschen wegen SARS-CoV-2 gestorben.

 

Trotz aller Vorsichtsmassnahmen, die für uns so ungewohnt und einengend sind.

 

Beinahe 10'000 Menschen allein in der Schweiz.

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Fliessend in Raum und Zeit - Fluent in Space and Time

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Aus der Reihe "Stöbern im Archiv"- From the series "Rummaging in the archive" Canon iuxs 80is

Ein junger Mann, der vor kurzem seine 59jährige Grossmutter wegen SARS-CoV-2 verlor, schrieb, es habe gedauert, bis er sich in der Realität wieder zurecht gefunden habe.

 

Ach, ja, es braucht Zeit, bis man nach dem Tod geliebter Menschen in die Realität zurückkehren kann. Als Thamiam starb, stand ich die Tage danach u.a. öfter vor einem Fenster in meiner Wohnung und musste mir überlegen, ob ich den Griff nach oben, nach links oder nach rechts bewegen muss, um es zu öffnen. Oder ich drückte auf den Griff an der Kühlschranktür, um sie zu öffnen. Statt zu ziehen. Manches funktionierte einfach nicht mehr automatisch. Es fühlte sich tatsächlich so an, als wäre ich ausserhalb von Zeit und Raum.

Manchmal lande ich urplötzlich wieder in diesem Gefühl. Auch jetzt, einen Monat vor seinem Geburtstag und zwei Monate vor seinem Todestag.

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Wintermärchen - Dreamy Days

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Archivfoto 2008

Heute ausschliesslich Seelenfutter. Seit ich von den Bergen in die Stadt zog, habe ich zu Hause nicht mehr so viel Schnee gesehen. Nun freue ich mich um so mehr. Eistage und Nächte um die 10° C unter Null. Soviel Schnee wie i.d.R. in den Bergen ist es natürlich nicht, aber längst zufriedenstellend :-) Doch sieh selbst.

Today exclusively soul food. I haven't seen so much snow at home since moving from the mountains to town. Now I'm all the more happy. We had ice days and icy nights around 10 ° C below zero. Of course there isn't as much snow as there is usually in the mountains, but it is highly satisfactory :-) But see for yourself.

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50 Jahre Frauenstimm- und Wahlrecht oder Die Kriminellen in meiner Kindheit - 50 Years Women's Voting and Election Right or The Criminals in My Childhood

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1970, ein Monat vor meinem 14. Geburtstag, Schneeballschlacht in Valbella

 

Heute vor 50 Jahren durfte mein Vater (und mit ihm andere stimmberechtigte Männer in der Schweiz) darüber abstimmen, ob meine 40jährige Mutter, eine gestandene Berufsfachfrau, mündig genug sei, über Sachthemen abzustimmen, zu wählen oder sich in ein politisches Amt wählen zu lassen.

Seit Monaten schon geistert die Frage durch meinen Sinn: Warum erinnere ich mich nicht an diesen wichtigen Tag? Warum nicht an Diskussionen darüber? Nachdem ich vor kurzem das Datum in Erfahrung gebracht hatte, wusste ich warum. Ich hatte ein furchtbares Jahr hinter mir gehabt.

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Translation of the German text of January 31st: All-Eins Sein II - Being Well In And With Oneself II

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Great pleasure

Every time I thought of my diary, regardless of whether it was here or the one made of paper, my head went blank, thoughts that could have been processed into an essay or in a literary story disappeared in the void. The mourning for Thamiam and also for my life, for having suffered sexualised and other violence, were too great. It wasn't until today, when I answered C.'s question in a mail how I am doing, that the words came back. And there were many. At first I thought "I have nothing to say", which reminded me of the title of a Therese Giese biography, one of the first books that I bought as a young woman, when I was a wife, mother, housewife and indulged the senses of our cat as well as the bobtail's, the baby hedgehogs' and turtles'.

 

So I now take advantage of parts of what I have already written today in the e-mail and hope my female friend C. likes it too.

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All-Eins Sein II - Being Well In And With Oneself II

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Ich habe das Fenster schön. Abgeräumt wird frühestens zu Lichtmess.

Jedesmal, wenn ich an mein Tagebuch dachte, gleich-gültig ob hier oder an dasjenige aus Papier, wurde mein Kopf leer, Gedanken, die zu einem Essay oder in einer literarischen Erzählung hätten verarbeitet werden können, lösten sich im Nichts auf. Die Trauer um Thamiam und auch die um mein Leben, um das Erleiden sexualisierter und anderer Gewalt waren zu gross. Erst heute, als ich in einer Mail C.'s Frage beantwortete, wie es mir gehe, kamen die Worte zurück. Und es wurden viele. Dabei dachte ich erst "Ich habe nichts zu sagen.", was mich an den Titel einer Therese Giese-Biographie erinnerte, eines der ersten Bücher, die ich mir als junge Frau, damals Ehefrau, Mutter, Hausfrau, Katzen- Hunde-Igel- und Schildkrötenbetörerin leistete.

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