Das fleissige Hausmütterchen in den Köpfen - The diligent little housewife in the heads

Abstimmungssonntag in der Schweiz. Seit über 30 Jahren wird uns immer wieder fälschlicherweise vorgerechnet, die AHV stürze ins Minus, sei todkrank. Und nachdem die Reform letztes Mal abgelehnt wurde, spielten sie jetzt die Karte "Gleichstellung" und mit den Emotionen. Frauen gegen Männer. Hauptsächlich. Klar, denn auch Frauen sind dafür, dass Frauen gleich lang erwerbstätig sein sollen wie Männer. Dass Frauen sich gegen die berechtigten Interessen von Frauen stellen, hatten wir schon bei den Abstimmungen ums Frauenstimmrecht. Da gabs ja auch Frauen, die fanden, Frauen sollten nicht abstimmen und wählen oder sich wählen lassen dürfen. Internalisierte Misogynie nennt frau das.

 

Wenn Frauen schon gleichgestellt sein wollen, sollen sie auch bis 65 erwerbstätig sein. Und ins Militär. U.a.

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Ersehnter Regen - Rain, much longed for

Zum vorhergehenden Eintrag ergänzend hinzugefügt: Mit meinen beiden Hausärztinnen hatte ich natürlich auch enormes Glück. Die ältere hat sich u.a. wegen der Hindernisse, die Santé Suisse mit ihren bürokratischen Kontrollexzessen manchen Ärzt:innen in den Weg legt, frühzeitig pensionieren lassen, die neue habe ich dank einer Freundin hier gefunden. Beide sind offen genug, um so weit menschenmöglich ohne Scheuklappen zu denken. Und das ist auch dringend not-wendig, wenn mensch bedenkt, dass die Schulmedizin in ca. 25 % der Genesungen klar weiss, warum eine Genesung eingetreten ist. Und, eben letzthin im CH-TV gesehen, dass knapp über 45% der Medikamente, die wir zu uns nehmen, auch wirken.

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Irritationen und Hoffnungen - Irritations and Hopes

Frau sollte es nicht verschreien. Der Einbruch erfolgte schon am Donnerstag mit Kopfschmerzen und Übelkeit. Doch dachte ich da noch, es wäre einfach eine Verstimmung. Freitag wars schlimm mit der Vergesslichkeit, den Wortfindungsstörungen, die Benommenheit steigerte sich bis heute Nachmittag noch. Morgen zum Glück Termin beim neuen Arzt, der als ehemaliger Klinikleiter in Deutschland ein breites Spektrum mitbringt. Endlich mal wieder einer, der neben seiner Spezialisierung über den Tellerrand hinausschaut. Der letzte, dem ich das zu Gute halten konnte, war der ehemalige Sportarzt von Stéphane Lambiel in Martigny. Er ist in Rente.

Neben einer vielschichtigen Diagnostik und den daraus resultierenden Behandlungsansätzen, steht eine Jod-Therapie zur Debatte. Auf Empfehlung meines Arztes lese ich das Buch "Die Jodkrise" von Lynne Farrow. Faszinierend. So vieles kommt mir sehr bekannt vor. Hoffen wir das Beste.

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Retro-Wanderung - Kind of Retro hike

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Manchmal lohnt es sich, trotz regelmässiger Updates einen Browser rauszuschmeissen und neu zu installieren. Nach der Neuinstallation funktioniert alles wieder, wie es soll.

 

Eine Freundin schickte mir heute ein Bild vom Niederhorn, wo sie mit Frau und Kind wandern waren. Bei mir löste das einen mit Zuversicht gespickten Nostalgietrip durchs Fotoarchiv aus. Zuversichtlich, weil ich spüre, wie ich kräftiger werde und da sicher auch wieder spazieren oder gar wandern können werde. Vielleicht schon im September. Und vielleicht sogar mit dem Trotti bis Beatenberg runtersausen. Damals habe ich das oft gemacht. Alleine und mit Thamiam oder Freundinnen.

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When Novel's Touching Life - Wenn der Roman das Leben berührt

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Nach Thamiams Tod las ich keine Romane mehr. In den ersten zwei Jahren, weil nichts in diese Zerrissenheit passte. Später, mit beginnender und andauernder Polymyalgia rheumatica, konnte ich die Bücher nicht halten. Sie waren zu schwer. Ich hatte aber auch kein Bedürfnis danach.

Nach dem Spitalaufenthalt im Januar kaufte ich einen E-Reader, verknüpfte ihn mit einer Online-Bibliotheke. Und nun lese ich, was in den letzten Jahren erschien und mir in die Hände fällt.

Jetzt gerade Bernardine Evaristo "Mädchen, Frau etc.".

Bin mit Dominique in Amerika angelangt. Und völlig geschockt. Wie gut ich Frauen wie ihre Partnerin kenne. Ich habe vier Jahre gebraucht, um aus einer ähnlichen Missbrauchsbeziehung raus zu kommen. Nicht mal, als ich nach drei Jahren erfuhr, dass sie von Anfang an schlecht über mich redete und immer hässlichere Lügen über mich erzählte, war ich ausserstande, sofort zu gehen bzw. sie rauszuschmeissen. Und trotz ihres Alkoholmissbrauchs, den sie seit ihrer Jugend betrieb, aber mir anlasten wollte, obwohl wir uns erst seit vier Jahren kannten.

23.08.2022 Ich höre, sie macht das immer noch so. 20 Jahre danach. Heieiei.

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Wochen der Einkehr - Weeks of Retrait

Zurück im Aussen nach Wochen und Monaten der Stille, der Einkehr. Des Kräfte sammelns.

Der Ent-Scheidungen.

Monate, in denen unglaublich viel passiert ist, Wohltuendes und Schwieriges. Zeit des Siebens.

Und zurück daheim nach der Sommerfrische mit Kätzchen hüten und nettem, kleinen Häuschen und grossem Garten, inklusive Gemüse.

 

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Thamiam 26.03.1995 - 25.04.2017

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Postcovid

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Wanda Sacchelarie Vladimirescu mit Licht- und Schattenspiel

Es triggert mich jedesmal von Neuem, wenn ich wie heute auf Twitter lese, dass bei PCR Tests kein Rachenabstrich genommen wurde. Das war leider auch bei mir so. Dank der jungen Frau, die am 08.01. nur ein bisschen in der trockenen Nase rumstocherte (PCR-Test negativ), lag ich 11 Tage später mit C-Lungenentzündung im Spital, nachdem die Lunge zu kollabieren begonnen hatte.

Ich weiss, dass auch Menschen mit leichten Symptomen LC haben können. Doch mit diesem schweren Krankheitsverlauf war Long Covid in meinem Alter und mit meinen Vorerkrankungen mehr oder weniger vorprogrammiert. Trotz Booster. Und angesteckt wurde ich, obwohl ich ausser zum Einkaufen in einem grossen Geschäft nirgends mehr hingegangen bin und Besuche 2019 und 2020 an einer Hand abzählen konnte.

 

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Wie es so war mit SARS-CoV-2

Alles begann Anfang Januar ganz harmlos mit leichtestem Schnupfen. Und es frage mich niemand, wo ich mich angesteckt haben könnte. Ich war ausser zum Einkaufen seit Anfang Dezember 2021 nirgends. Nach drei Tagen stieg die Körpertemperatur auf 38.5°C. Nicht beunruhigend. Am 12. begann das Fieber zu sinken. Am 13. abends wurde es wieder heiss in meinem Körperchen. Richtig heiss.

 

Von Freitag, 14.-17. Januar lag ich mit fast 40°C Fieber handlungsunfähig im Bett, konnte mich kaum mehr versorgen. Wasser holen, eine Tasse Tee kochen und abends eine Bouillon. Mehr ging nicht mehr. Ich hatte grosses Glück, wie sich ein paar Tage später herausstellte, dass mein Immunsystem trotz Suppressiva und dank Booster funktionierte. Sonst hätte ich Delta nicht überlebt. Ich bin haarscharf an einer Sepsis vorbeigerauscht.

Am 18. war das Fieber gesunken, doch hatte die Lunge bereits tags zuvor zu kollabieren begonnen. Ich konnte keine drei Meter mehr gehen, ohne fünf bis zehn Minuten ausruhen zu müssen. Innerlich fühlte es sich an, als ob zwei Flügel zusammenklappen würden. Dass das, was ich erlebte, das Kollabieren der Lunge war, war mir nicht klar. Irgendetwas in mir hielt einfach durch.

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