It's a Raining Day - Ein Regentag

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Ersehnter Regen. Die Erde war stark ausgetrocknet, als hätte es die paar Regentage vorletzte Woche nicht gegeben.

 

Welcome rain. The earth was very dry, as if the couple of rainy days the week before hadn't happened.

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Wertvolle Unterstützung - Precious support

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Freizeitgarten - Allotment garden

Die letzten Wochen waren auch hart, weil die Reduktion des Cortisons das erste Mal seit letzten Herbst nicht nachlassend heftige Muskelschmerzen verursachte. Sonst wurde es jeweils ca. 14 Tage nach einer Reduktion (alle vier Wochen um 1 mg) wieder erträglich. Gleichzeitig standen so viele schwere Gartenarbeiten an, die ich nicht selber machen konnte. Ich hatte ja schon im letzten Jahr erst Mitte Juni anfangen können, nachdem ich zuvor im Spital gewesen war. Mama Natur liebt solche Zustände. Vergissmeinnicht und Hahnenfuss, Löwenzahn und Knoblauchhederich, Giersch und Co. hatten den Garten übernommen. Woher Hilfe bekommen? Die Spitex stellt zwar ab und zu einen Zivi zur Verfügung. Im Frühjahr reicht das leider nicht, wenn eins selber kaum eine Gabel in der Hand halten kann.

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Tag der Befreiung - Liberation Day

Gestern war der Tag der Befreiung von den Massenmörder*innen des nationalsozialistischen Terrorregimes, das von so vielen machtgierigen Menschen mitgetragen und geprägt worden war. Sich über andere Menschen erheben, ihnen ihr Menschsein absprechen, Macht ausüben über andere, endlich jemand sein, dazugehören, Beachtung und Lob bekommen von Leuten, die scheinbar wissen, was zu tun ist.

Ich musste daran denken, dass weltweit Nazis daran sind, ihr Gift, den Hass gegen alle, die sie als minderwertig, als lebensunwert bezeichnen, wieder öffentlich zu verbreiten.

Wir müssen die stoppen. Wir wissen alle, wohin es führt, wenn Hater das Regime übernehmen.*

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Heartbreaking Pain - Herzzerreissender Schmerz

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Thamiam

Das "Kind" wäre heute 25 geworden. Es tut immer noch weh. So weh.

Da ist kein Warum mehr. Nur Weh.

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Herzerwärmendes. In Zeiten des Virus III - Heartwarming. In Times of the Virus III

Warum ich mich so aufrege über die Hamsterkäufer*innen, wurde ich gefragt. Die Antwort darauf zeigt das Bild, das ich im Netz fand (weiss leider nicht mehr wo). Für viele

ältere Menschen, Kranke, sonstwie mobilitätseingeschränkte ist der ganz normale Einkauf zurzeit extrem kräftezehrend und risikoreich. Für einen ganz normalen Einkauf mit sechs, sieben Sächelchen auf der Liste muss ich dreimal einkaufen gehen, bis ich endlich alles zusammen habe. So wie auf dem Bild habe ich vor zwei Tagen mehrere alte Menschen mit Gehilfen, Rollatoren gesehen, die sich im Lebensmittelgeschäft nur sehr langsam fortbewegen konnten und immer wieder vor einem leeren Regal standen. Mir egal, wenn ihr euch nicht aufregt. Mir geht diese Rücksichtslosigkeit auf die Eier.

 

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In Zeiten des Virus II - In Times of the Virus II

Ernte. Rucola/Rauke, Ringelblume/Calendula/ Borretsch, Bärlauch - Harvest. Arugula, marigold/calendula, borage, wild garlic
Ernte. Rucola/Rauke, Ringelblume/Calendula/ Borretsch, Bärlauch - Harvest. Arugula, marigold/calendula, borage, wild garlic

Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit war der Käfer, der mich 12 Tage lang plagte, nicht der Norovirus. Dazu ging es zu lang. Inzwischen ist es vielleicht nicht mehr wichtig, aber für ein anderes Mal nehme ich mir vor, darauf zu bestehen, dass ich getestet werde. 1-3% erwischt Covid-19 über Magen und/oder Bauch. Ich bin jetzt nicht sicher, ob ich noch ansteckend bin oder nicht und gehöre ausserdem zu zwei Risikogruppen.

Da ich keinen Kontakt zur Aussenwelt hatte und immer Maske trug, wenn die Spitex kam (diese mit Maske und Handschuhen) sollte der Käfer nicht weitergegangen sein.

Vermutlich wäre es doch sinnvoll, dass jemand mit abwechselnd Hals- und Ohrenweh, Brechen und Durchfall, Hals- und Ohrenschmerzen getestet wird. Ich halte mich jedenfalls immer noch fern von anderen, damit ich niemanden anstecke.

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In Zeiten des Virus - In Times of the Virus

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Haferschleimsüppchen für den geplagten Bauch - Oatmeal gruel soup for the troubled belly

Ich bin mehr oder weniger freiwillig in Quarantäne. Nein. Nicht Corona. Mich hat das Norovirus erwischt. Das ist heftig. Und vermutlich heftiger als Covid-19 für viele.

Ich finde immer noch, dass eine Riesengeschichte aus Corona gemacht wird und würde jetzt gerne mal wissen, wieviele Menschen inzwischen an den saisonalen Grippeviren erkrankt und/oder gestorben sind. Aber dazu gibt es keine Pressekonferenzen.

Und versteh mich recht. Jeder dieser Todesfälle ist tragisch. Und sicher ist Covid-19 sehr ansteckend. Aber 1500 Grippetote saisonal jedes Jahr in der Schweiz oder 5000 in Deutschland, ohne dass Notvorräte gekauft werden sollen, ohne Desinfektionsmittel und Maskendiebstähle - den Rest kannst du dir selber denken.

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Corona und Co.

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Diese Dauerbombardierung mit Meldungen zum Coronavirus hinterlässt auch bei mir Spuren. Vergangenen Mittwochmorgen, während die Spitex-Pflegefachkraft bei mir war, dachte ich das erste Mal daran, Masken (FFP2) zu kaufen. Das liess mich aufhorchen und ich merkte, wie ärgerlich ich darüber wurde. Am Abend zuvor hatte ich nämlich noch ausgerechnet, wie viele Menschen in China hätten sterben müssen, damit das neue Virus an eine unserer jährlich wiederkehrenden Grippewellen herankäme.

Zu dem Zeitpunkt waren es in China 2.700 Tote. In DE sterben ca. 5000 Menschen an der Grippe!!! Und auch wenn es tragisch ist für jeden einzelnen Menschen, der an diesem Virus stirbt. Die Relationen sind völlig andere.

Am Donnerstag begann ich mir zu überlegen,  ob ich mir wirklich einen Notvorrat anlegen müsste. Konserven kaufe ich sehr selten. Mal eine Büchse Pelati alle zwei, drei Monate oder Konfitüre, noch seltener eine Büchse Ananas und Kokosmilch.

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Teil I Vergewaltigt. Damals ein Opfer. Heute nicht mehr. - Part I Raped. Back then a victim. No more today.

Dank eines Twitter-Kontakts erfuhr ich vorgestern Abend von der Sendung Reporter des SRF #vergewaltigt – aber kein Opfer! Ich hätte es mir zu nachtschlafender Zeit nicht mehr anschauen dürfen. Schon während ich zuhörte, wie die jungen Frauen die Vergewaltigungen schilderten, schwappten Erinnerungen hoch. Mehrere der geschilderten Situationen hatte ich selber so und ähnlich erlebt.

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Auf dem rechten Auge sind sie blind - They are blind in the right eye

Leider weiss ich nicht, wer das Foto gemacht hat. Es entstand 2015 während einer Demo gegen Nazis. Wenn jemand den/die Urheberin kennt, bitte bei mir melden. - Text on photo means: Not a hoof's breadth to the fascists
Leider weiss ich nicht, wer das Foto gemacht hat. Es entstand 2015 während einer Demo gegen Nazis. Wenn jemand den/die Urheberin kennt, bitte bei mir melden. - Text on photo means: Not a hoof's breadth to the fascists

Gestern Abend um 20:00 rum las ich bei SRF online einen Artikel zur Verhaftung von rechtsextremen Terroristen in Deutschland. Auffällig war die Ruhe um diesen Artikel in der Kommentarspalte. Ich dachte, wenn ich heute nochmal reinschau, gibts vielleicht mehr dazu. Statt dessen finde ich einen Artikel (s. Link oben), der ähnlich geschrieben ausschaut und bei dem die Kommentarspalte gar nicht existiert.

Schon spannend. Wären es Islamisten oder Linksextreme (gibts die überhaupt noch?), wäre in den Kommentarspalten die Hölle los. Beim ersten Artikel zum Thema gibt es genau zwei Kommentare. Und natürlich ist es richtig islamistischen Terror z.B. zu verurteilen. Aber die Stille bei rechtsextremem Terrorismus ist schon erschreckend.

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Ist-Zustand - Status Quo

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Kaserne, Rossstall

Freitag Abend war ich das erste Mal seit urdenklichen Zeiten im Ausgang. Ich hatte bei Gay Basel zwei Tickets gewonnen für die Albumtaufe der nächsten Königinnen. Zuvor ging ich mit einer Freundin essen und dann begann alles eine Stunde später. Im Rossstall der Kaserne gabs keine Sitzgelegenheiten, so dass ich mich im Vorraum auf ein Sofa setzte und die Beine hochlegte. Gestern verschlief ich fast den ganzen Nachmittag.Trotzdem hockt die Anstrengung immer noch in den Muskeln.
Jä nu, jetzt weiss ich wieder, wo meine körperlichen Grenzen derzeit sind.

Jemand vom Gewerbeverband (hab den Namen vergessen), der gestern zwei Abstimmungen verlor, meinte, die Leute hätten Verkehrspolitik mit der Klimapolitik verwechselt. Wie gespalten muss man(n) denken, um nicht zu merken, dass Verkehrspolitik Auswirkungen auf das Klima hat und die beiden nicht voneinander zu trennen sind.

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Rückblick - Looking back over the past days

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Diverse Infekte später und etwas lädierter als sonst schon. Schwierigeres und Schönes hinter mir. Gestärkt durch den Ritualtag mit Luisa Francia, den ich organisiert hatte, weil ich die letzten drei Jahre nicht dahin reisen konnte, wo es ein Angebot gab. Zudem hoffte ich, Frauen anzutreffen, die Lust haben und sich die Zeit geben, in der Nordwestschweiz z.B. Jahreskreis- und/oder Mondfeste zu feiern. Am Feuer, am Bach, im Wald ...

Am Freitagabend las sie aus ihrem neuen Buch "Frauenkraft Frauenweisheit" und erzählte u.v.a. von den vielen Frauen-/Göttinnenidolen, die weltweit gefunden wurden und werden. Sie werden i.d.R. nicht ausgestellt, sondern verschwinden in Archiven, wo sie teilweise nicht einmal fachgerecht aufbewahrt werden.

Sie erzählte von Maria Malina und Aleksandra Mistireki.* Letztere, damals Studentin aus Zürich, hatte in ihrer Arbeitspause weiter Material abgetragen. Als sie ein Stück fand, das ihrer Ansicht nach eine Brust sein konnte, rief sie Maria Malina dazu. Die beiden fanden weitere Bruchstücke. Anschliessend setzten sie sie zusammen. Die Venus vom Hohle Fels.

* Der Artikel gibt in einigen anderen Aspekten zu denken, wenn von Pin-Up, Brathähnchen etc. die Rede ist. Aber es passt zu der Respektlosigkeit, mit der Frauen/Göttinnenidole auch sonst behandelt werden.

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Mit Dankbarkeit - With Gratitude

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Wenn ich über Thamiam und die Trauer um ihn schreibe, bin ich selten so ganz sicher, ob ich das wirklich veröffentlichen soll. Und dann denke ich, dass mir das gleich - gültig sein muss. Für die einen ist es richtig, für die anderen ist es falsch. Wichtig ist zuallererst, wie es für mich, in der Stille - manche würden sagen Einsamkeit - nach Thamiams Tod, ist. Es ist schlimm, als Mutter negiert und allein gelassen zu werden. Mein Schreiben hier ist ein Teil dieser Aufarbeitung und ein Zeichen meines Wunsches, Gehör zu finden. Und wenn das nicht passiert, ist das halt auch ok.

 

Gestern nun schrieb mir eine Frau, die ihren Sohn ebenfalls verloren hat, sie danke fürs Teilen.

 

Ich danke dir, D. dass du als eine, die weiss, wie es ist, mich im Schreiben und Teilen bestätigst.

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Er fehlt so sehr - Dearly Missing The Child

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Thamiam fehlt. Wieder und wieder und wieder. Der Schmerz ist etwas weniger wild geworden. Und doch. Das Herz tut weh, wenn ich an ihn denke. Und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mehrmals an ihn denken, ihn nicht vor mir sehen würde. Manchmal spüre ich seinen Körper in meinen Armen. Als Baby auf meinem Bauch liegend, mit den Fingern der rechten Hand an meinem linken Ohr zupfend, weil er so offenbar besser einschlafen konnte. Als kleiner Junge, der mir seine Arme entgegenreckt, um ein kleines Kätzchen in Empfang zu nehmen. Als junger Mann, der sich für den Kuss zur Begrüssung herunterbeugen muss. Oder früher das Gefühl, wenn wir die Nasenspitzen aneinander rieben oder wenn er als Kleinkind sich wünschte, dass ich ihm auf die Wangen prustete. Dieses Gelächter.

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Sei mutig und beherzt - Be spirited and courageous

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Cortisongedöns: Ich reduziere alle vier Wochen die Cortisonmenge um 1 mg. Bei 6 mg bin ich angelangt. Nach jeder Reduktion folgen ca. 14 Tage, in denen die Schmerzen wieder viel stärker werden. Ich nehme an, dass es so lange dauert, bis die Nebennierenrinde die körpereigene Cortisolproduktion wieder angepasst hat.

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Sag mir, wo sind alle die Insekten hin? - Where have all the insects gone?

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Da ich nur sehr selten Auto fahre, konnte es mir nicht auffallen. Ich kenne das Phänomen nur aus Schilderungen anderer. Noch vor nicht allzu langer Zeit waren die Frontscheiben jeweils übersät von Insektenleichen. Leichtherzig haben wir sie weggekratzt. Es gab ja so viele. Und nun? Frontscheiben müssen zwar ab und zu gereinigt werden. Insektenleichen jedoch gibt es keine mehr, erzählen Autofahrer*innen. Ich hoffe auf den Tag, an dem wir uns - so pervers es klingen mag - freuen können, wenn wir wieder Insektenleichen an den Frontscheiben vorfinden.

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Ordnungswahn und Arbeitssucht versus Biodiversität - Obsession In Order, Workaholism Versus Biodiversity

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Mein wilder Garten am 10.06.19

Anlässlich der Gartenbegehung, bei der der Zustand der Gärten überprüft wird, erhielt ich die Nachricht, ich müsste mehr jäten. Und dies, obwohl die Zuständigen von meiner länger dauernden Krankheit, den Spitalaufenthalten und der missglückten Gartenhilfe wissen. Dass ich überhaupt erst Mitte Juni hatte anfangen können und der Oktober viel zu regnerisch gewesen war. Ja, mei.

 

Diesen Garten hatte ich letztes Jahr das erste Mal bearbeitet. Er war in ziemlich vernachlässigtem Zustand überlassen worden. Die ersten sieben Wochen hatte ich nur gejätet bzw. Hahnenfuss, Giersch, gelben Disteln und Löwenzahn Einhalt geboten, weil sie gut einen Drittel des Areals hatten einnehmen dürfen. Versteh mich recht, ich mag diese Kräuter sehr, aber sie nahmen zu viel Raum ein.

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Happy Burtseltag - Happy Birthday

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Herbstmesse, Frankfurter Karussell - Autumn fair, Frankfurter roundabout

Heute wird meine Enkelin 23. Ich bin sehr dankbar dafür, dass wir in wohltuendem Kontakt sind, obwohl ich in ihrer Kindheit durch meinen fast 10jährigen Auslandaufenthalt als Grossmutter in der Schweiz nicht präsent war.

 

Happy Burtseltag, liebe P. J. Möge dieses neue Lebensjahr immer wieder eine hübsche Karussellfahrt für dich bereit halten und "Zuckerwatte" in allen möglichen Formen.

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Brüche - Discontinuances

Thamiam in 2010 with Mrs. Salander - Thamiam 2010 mit Frau Salander
Thamiam in 2010 with Mrs. Salander - Thamiam 2010 mit Frau Salander

Es braucht jeweils eine gewisse Zeit, bis ich wieder an etwas anderes denken, über etwas anderes schreiben kann.

 

Er fehlt weiterhin. Es passiert immer noch, dass ein Teil von mir von einer Sekunde zur nächsten höchst erstaunt ist, dass er tot ist. Das tut so weh. Zum Glück treffe ich wenigstens einmal im Monat auf Frauen, denen es auch so ergeht und die wissen, wie es sich anfühlt. In unserer Gesellschaft ist mensch schon sehr allein mit dem Tod. Dazu kommt noch, dass seine andere Mutter dafür gesorgt hat, dass viele ihrer Heterobekannten gar nichts von mir wussten. Und obwohl manche es jetzt wissen, unterstützen sie sie in dem Verleugnungsmechanismus. Letzthin ist mir aufgefallen, dass neben meinen Freundinnen gerade mal zwei aus dem Heterokreis gecheckt haben, dass auch ich ein Kind verloren habe. Gut tut, dass viele der Spitex-Fachkräfte Thamiam kannten, weil er bei ihnen Zivildienst geleistet hat. Ab und zu erzählt eine wieder ein Erlebnis mit ihm und dann leuchten die Augen, weil er ein so liebenswürdiger junger Mensch war. Oder der Mann, der mir letzthin erzählte, er habe eine Tochter und es spiele überhaupt keine Rolle, dass sie nicht seine leibliche Tochter, sondern formal seine Stieftochter sei. Er empfinde für sie als Vater. Solche empathischen Mitteilungen helfen sehr.

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Worte. Sie werden zu nichts. - Words. They become nothing.

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Thamiam fehlt. Jeden einzelnen Tag. Immer wieder dieses Erschrecken: Er ist tot. Schreiender Schmerz jedesmal im Moment der Erkenntnis. Worte werden zu nichts, wirken wie abgedroschene Klischees. Fremd.

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National- und Ständeratswahlen für Pflanzen, Menschen und andere Tiere - Swiss Parliament Elections for plants, humans and other animals

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Hier ist das Eichelhäherparadies ausgebrochen, seit die Esskastanie ihre Früchte fallen lässt. Für die Menschen natürlich auch. Die Früchte sind zwar klein, weil die Kastanie nicht auf grosse Früchte kultiviert wurde, sie sind aber sehr fein.

Oben ein Kreuz einschneiden, ein wenig Wasser auf ein Backblech, die Kastanien mit dem Kreuzchen nach oben reinlegen, mit wenig Wasser beträufeln, 10 Minuten (oder 20, wenn sie grösser sind) bei 180°C backen. Yummie.

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Weggabelungen - Path Forks

Seit bald 30 Jahren kaufe ich meinen Tee im selben Geschäft, das einer guten Bekannten gehört. Nun musste ich das aufgeben, weil mir die spirituelle Eitelkeit gepaart mit brauner Esoterik dermassen gegen den Strich geht, dass ich mich hätte verbiegen müssen. Ich mag mein Geld nicht zu Menschen tragen, die uneinsichtig faschistisches Gedankengut verbreiten, u.a. eine Gratiszeitung, deren Namen ich hier nicht nenne, weil ich sie nicht noch bewerben will.

 

Lange habe ich mit mir gerungen. Schon in den 90ern dachte ich manchmal: Hm, ist das Überheblichkeit, die ich da wahrnehme, ein Herabschauen auf andere, die spirituell noch nicht "soweit" sind? Und immer wieder mal fühlte ich mich klein und dumm. Und schob die Gefühle wieder weg, weil ich sie ja auch mochte. Und zeitweise war diese spirituelle Überheblichkeit auch nicht spürbar.

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Zeit der Schwellen - Transition

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Verblüht sind inzwischen diese prächtigen Topinamburblüten. Die Bienen  müssen sich nach einer anderen Futterquelle umsehen.

 

Meanwhile, these magnificent Jerusalem artichoke flowers are withered. The bees must look for another food source.

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Für sich selbst und für Gerechtigkeit einstehen II - Standing Up for Oneself And for Justice II

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Eggishorn 1971 Bergdohle, wir nannten sie "schwangere Bergente" - Eggishorn 1971 alpine chough, we called her "pregnant mountain duck"

Unser Geschichtslehrer an der Bezirksschule, P. Z., hatte die Angewohnheit, Prüfungen mit vier oder fünf Fragen zu gestalten. Zu Beginn eines Schuljahres fragte er uns einmal nach unseren Wünschen bzw. nach Kritik. Ich erinnere mich speziell daran, dass wir ihn baten, er möge doch bei Prüfungen mehr Fragen stellen. Bei vier oder fünf Fragen war das Risiko einfach hoch, dass ein Kind zwei oder drei Fragen nicht oder ungenügend beantworten konnte und schon war die Note ungenügend.

Er werde uns in Zukunft auch Prüfungen mit zehn Fragen vorlegen, versprach er uns.

Prüfung um Prüfung kam und ging vorbei, ohne dass unser Geschichtslehrer sein Versprechen eingelöst hätte. Wir sprachen ihn nochmals darauf an. Die nächste Prüfung würde zehn Fragen enthalten, sicherte er uns zu. Es verging Woche um Woche, Prüfung um Prüfung. Alles blieb beim alten.

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Den Bäumen gehts nicht gut - The Trees Are Not Healthy

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Heute gibts keine schönen Bilder. Den Bäumen gehts nicht gut. Das Foto zeigt die Bäume auf der Nordseite des Hauses, in dem ich eine Wohnung gemietet habe. Bäume in diesem Zustand habe ich bei uns zuletzt in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts gesehen, als wir sie mit dem Dreck, den wir in die Luft entliessen, den Abgasen, mit saurem Regen bedrohten. Und ich erinnere mich noch sehr gut an die Bilder von Wäldern im Osten, der damaligen Tschechoslowakei z.B. Viele Quadratkilometer weit ragten nur noch Baumskelette in die Höhe.

Damals hat mensch bei uns relativ rasch reagiert. Die Katalysatortechnik wurde vorangetrieben. Auf manchen Autobahnabschnitten um Städte herum wurde eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 90 km/h eingeführt. Stammt nicht auch die 120er-Beschränkung auf Schweizer Autobahnen aus dieser Zeit? Ich glaube ja. Die SBB erfand das Halbtax-Abo, so dass mehr Leute auf den Zug umstiegen, statt mit dem Auto zur Arbeit zu fahren.

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