Klaviergeschichte II - Piano Familystory

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Thunersee Juli 2014 - Lake Thun

Es regnete extrem oft und viel. Die Schnecks fressen alles, was ihnen zwischen die Raspelzähnchen kommt. 2014 war auch ein Jahr, in dem es sehr viel regnete. Und wenn ich mich richtig eririnnere, bis in den August hinein. Nicht meins. Ich mags warm und trocken. Nächtliche Gewitter wären ok. Aber mei, es ist, wie es ist. Hier kommen wir ja noch glimpflich davon.

Long Covid macht mir immer noch zu schaffen. Gestern merkte ich z.B., dass ich das Konzert von Maria João Pires am Samstag verpasst habe. Es war vom 12.06. auf den 22.06. verschoben worden. Einfach vergessen. Dabei war es am Freitag noch präsent gewesen. Das ist unschön.

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Klaviergeschichte - Piano Familystory

Ich erlebte gerade ein paar Tage lang ein Wechselbad der Gefühle. Vor zwei Wochen hatte ich nach 52 Jahren Durststrecke meine erste Klavierstunde. Gestern die zweite. Vorerst habe ich mit der Lehrerin abgemacht, dass die Klavierstunden 14-täglich stattfinden sollen. Und ich muss noch schauen, wie ich die Stunden finanzieren kann.

 

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SARS-CoV-2, Post Vax und die Behörden - SARS-CoV-2, Post Vax and the Authorities

Überlebenswille. Der Stengel ist zur Hälfte halb verdorrt - Will to survive. The stem is half withered
Überlebenswille. Der Stengel ist zur Hälfte halb verdorrt - Will to survive. The stem is half withered

Eben im Radio einen Bericht über die Post-Vac-Schäden gehört. Bei 100'000 geimpften Menschen trifft es 20 bis 30 Personen mit Langzeitschädigungen nach den Impfungen gegen SARS-CoV-2. Beim BAG seien rund 300 Gesuche um finanzielle Entschädigung eingegangen. Bis heute seien keine Entschädigungen gesprochen worden. Wieder einmal werden in der - ach, sooo stolzen - Schweiz geschädigte Menschen nicht ernst genommen. Nicht zum ersten Mal frage ich mich, was für Leute da im BAG hocken. Dass die Impfungen für Millionen von Menschen lebensrettend waren, u.a. für mich, bedingt doch nicht, dass die anderen von den Behörden im Stich gelassen werden sollen. Halleluja.

Aber offensichtlich soll unter den Tisch gewischt werden, dass es Menschen gibt, denen die Impfung das weitere Leben massiv erschwert. Das ist ein riesengrosses Unrecht und hässlich dazu. Es sind Menschen, die vorher aktiv in ihrem Leben waren, junge Menschen und ältere. Sie tragen so schlimme Folgen davon wie Menschen mit schwerem Long Covid und werden mindestens so schlecht oder noch schlechter behandelt als wir anderen. Auch mit Sprüchen wie "Das findet nur im Kopf statt" werden schlimme körperliche Symptome abgewertet und damit die Frau, der Mann, die diese Symptome schildern.

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Der Hass gegen Frauen - Hatred Against Women

Long Covid ist nicht prickelnd. Fatigue, merkwürdige kognitive Erscheinungen und atmen hauptsächlich. Dafür kann ich nach 37 Jahren Abstinenz plötzlich wieder ein Englisch geschriebenes Buch lesen und verstehe Französisch wieder besser. Auch nett. Nur Italienisch hatte ich nie ganz verloren. Keine Ahnung warum. Nachdem ich Anfang 90er an Flash Backs von sexualisiertem Terror litt, konnte ich von einem Tag zum nächsten keine Fachliteratur und keine anderssprachigen Bücher mehr lesen. Erst als ich 2008 begann, meine Fotos auf flickr zu zeigen und englische Kommentare las und schrieb, war mir Englisch zumindest in wenigen Zeilen wieder zugänglich. Bücher jedoch waren zu aufwendig.

In diesem Zusammenhang find ich es wieder einmal erschreckend, dass wir 600 Jahre nachdem Christine de Pizan ihre Bücher schrieb, immer noch über Hass gegen Frauen sprechen und uns wehren müssen. Gestern fand ich einen Hinweis auf Laurie Penny's "Fleischmarkt". "Würden alle Frauen morgen aufwachen und sich in ihren Körpern wohl und kraftvoll fühlen, würde die Weltwirtschaft über Nacht zusammenbrechen." Fühle mich erinnert an "Mythos Schönheit", ein Buch, das auch immer noch im Bücherregal steht. Dt. Ausgabe Rowohlt 1991. Nachdem es gelungen ist, Frauen über Jahrhunderte zu übergehen, in Vergessenheit geraten zu lassen, stellen wir fest, dass praktisch jede Generation mit denselben Übeln konfrontiert wird. Und was schreibt ein Mann in die Kommentarspalte: Bei Männern wäre es dasselbe". Ohne Sinn oder Versuch eines Nachweises.

 

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Thamiam 26.03.1995 - 25.04.2017

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*

 

An jenem letzten Abend im Salento, ein paar Wochen nach seinem Tod, wo ich die Zeit zum Glück mit einer Freundin verbringen konnte. Viel fehlte nicht, Ich wusste, dass ich, an dieser Stelle einmal im Meer, mit Sicherheit nicht mehr rauskommen würde. Nur der Gedanke, dass ich das meiner Freundin und ihren Kindern nicht antun wollte, hielt mich ab.

 

On that last evening in Salento, a few weeks after his death, where I was lucky enough to spend the time with a friend. There wasn't much missing, I knew that once in the sea, I would definitely not get out again. Only the thought that I didn't want to do that to my girlfriend and her children, hold back.

 

 

In Bezug auf das Gedicht von Clare Harner Natürlich ist mir bewusst, dass Thamiam wirklich und wahrhaftig tot ist. Die letzte Zeile in diesem Gedicht, wäre die einzige, die ich nicht geschrieben hätte. Aber für die Frau, die es damals geschrieben hat, stimmte es so.

 

Es ist dies wieder ein Tag des Abschieds, des Gehenlassens. Wie jeder einzelne Tag der vergangenen sieben Jahre. Wieder. Und wieder. Und wieder.

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Walpurga - Walpurgis Night Bonfire

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Das erste Mal seit langem wieder einmal ein Feuer mit E. und N. im Wald. So schön. Wohltuend. Freund*innen und Feuer vom Feinsten.

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Thamiam 26.03.1995 - 25.04.2017

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Spielerisch im Gegenlicht - Playful in the backlight
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Thamiam 26.03.1995 - 25.04.2017

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Vorgestern Nacht begegnete ich prompt im Netz einer Aufnahme von Chopins Nocturnes op. 9 no. 1, von dem ich ihm in der Nacht vor seinem Tod den Link zu einer Aufnahme mit Idil Biret schickte. „Mit den Worten: Seelemusig zum guet dur d Nacht ko.“

 

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Thamiam 26.03.1995-25.04.2017

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Da ich dies schreibe, ist es 10:10. Um diese Zeit vor sieben Jahren war Thamiam allein gelassen und derart verzweifelt, dass er sich das Leben nahm. Es verschlägt mir immer noch den Atem und es gibt Momente, da fühlt es sich so unwirklich an wie in den Monaten danach. Es heisst, immer wieder neu loszulassen und weiterzugehen. Aber auch innehalten und wahr - nehmen, was da ist. Auch wenn die Verletzung noch so tief ist.

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Das Baby Das Kind Der junge Mann Geliebtes Wesen - Baby Child Young Man Beloved Being

Gordevio 1997
Gordevio 1997

Thamiams Geburtstag am 26. März konnte ich dieses Jahr gut begehen. Es waren die zwei Monate zuvor, in der Trauer und Schmerz über seine Abwesenheit sich öfter und eher sanfter bemerkbar machten. Doch nun hat es mich umgehauen, als mir bewusst wurde, dass wir vor sieben Jahren unsere Geburtstage zusammen nachgefeiert haben. Und dass es nie wieder eine Wiederholung oder eine Erneuerung geben wird.

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Sinn und Wirtschaftlichkeit - Sense and Economic Efficiency

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Balkonaussichten, aufgenommen durch die Fensterscheib - View from balcony, taken through the window pane

Nach fast zwei Monaten mit Covid schauen meine Wadenmuskeln wie Stecken aus, und so fühlen sie sich beim Gehen auch an. Zum Glück weiss ich, dass es sich wieder verbessern wird, Elastizität und Spannkraft können zurückgeholt werden. Auch die Wortfindungsstörungen werden mit der Zeit wieder verschwinden. Ich sag, zum Glück. Denn lustig ist es nicht.

 

 

 

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Wunderbare Wesen, Bäume und Steine - Wonderful Beings, Trees and Stones

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Ich blieb am Sonntag noch länger bei den Bildern aus dem Salento. Dank einer Freundin, die Land und Leute schon länger kannte und inzwischen im Salento lebt und arbeitet, erfuhr ich eine Region näher und tiefer. Einer ihrer Freunde, der sich mit der Geschichte des Südens gut auskennt, führte uns an mehreren Nachmittagen an besondere Orte. U.a. zum Dolmen und dem Steinkreis. Bild/Picture Orte bei Otranto - Orte vicino Otranto - Orte near Otranto

On Sunday, I stayed longer with the pictures from Salento. Thanks to a friend who had known the country and its people for a long time and now lives and works in Salento, I got to know a region better and more deeply. One of her friends, who knows a lot about the history of the south, took us to special places on several afternoons.

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Thamiams Geburtstag 26.03.1995 - Thamiam's Birthday

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Wo immer du auch bist, es möge dir wohl ergehen. Walk in beauty.

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Frühling, meine Zeit - Spring, My Season

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Ob der Hain heute noch so ausschaut, weiss ich nicht - Don't know whether the grove still looks like this today

Eine Freundin schrieb gestern in ihrem Tagebuch/Blog, Mandeln seien der neue Hype der Veganer:innen. Es ist wirklich tragisch. Sie wollen etwas Gutes tun, verzichten auf tierische Produkte und wissen nicht, was sie befördern.

 

So sieht es jedenfalls aus, wenn Xylella fastidiosa sein Werk getan hat (Foto agroscope.admin.ch)

At least this is what it looks like when Xylella fastidiosa has done its work

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Kameras, Viren, Bakterien, Blumen, Vögel - Cameras, Viruses, Bacteria, Flowers, Birds

Tja, vom Tanztee hab ich mich heute abgemeldet. Die "Käfer" hocken immer noch in den Nebenhöhlen und machen erneut leicht fiebrig. Dafür lerne ich die neue Lumix Systemkamera, die ich letzten Herbst gebraucht kaufen konnte, etwas besser kennen. Konnt mich bisher nicht so leicht mit ihr anfreunden wie mit der Nikon D7000, 2010, glaube ich. Die fühlt sich immer noch an wie ein Teil meines Körpers. Aber welche weiss, vielleicht gewöhnen wir uns noch aneinander. Sie ist immerhin nur halb so schwer. Die nächsten Fotos sind allerdings mit der alten Handykamera gemacht.

Next photos were taken with the old mobile phone camera.

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Zwei Jahre Putin-Russlands Krieg in der Ukraine - Two years of Russia's/Putin's war in Ukraine

Putin will das russische Grossreich, sprich Zarenreich zurück. Das wissen wir nun schon seit ca. 20 Jahren. Und er argumentiert mit Gebietsansprüchen u.a. bis ins 9. Jahrhundert zurück.

 

Ok, dann will ich  Milano zurück und wenn wir grad dabei sind, auch das Veltlin: 1513 Schlacht bei Novara, die Eidgenossen sicherten sich die Herrschaft über Milano. Das Veltlin gehörte zwar den Grauen Bünden (heute Graubünden) und nicht der damaligen Eidgenossenschaft. Es wurde von Napoleon der Cisalpinischen Republik zugeschlagen, bevor die Bündner der Eidgenossenschaft beitraten, aber da sollten wir nicht allzu pingelig sein. Der Putler erlaubt sich ja auch einige Freiheiten bzgl. Geschichte.

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Komm, tanz mit mir - Come and Dance With Me

Diese Grippe oder was auch immer es ist, ist sehr hartnäckig, Nach 15 Tagen bin ich groggy. Langer Schlaf bis weit in den Vormittag rein, ein kleines Frühstück mit etwas Joghurt und Samen, Milchkaffee - juhu, den mag mein Körper immerhin wieder -, das Briefing von bajour.ch lesen, Dampfbad. Das reicht schon aus. Danach halte ich mich noch kurz aufrecht für diesen Eintrag und dann gehts wieder in die Horizontale.

Gestern war eh Spitex Pflege. Ich bekam Leinsamenauflagen für die Stirn- und Nebenhöhlen und eine Ingwerbrustauflage, weil ich es nicht mehr selber machen kann. Die Kraft dazu fehlt  mittlerweile.

Es war höchste Zeit. Ein schmales Gefühl von minimal befreiteren Nebenhöhlen. Morgen folgen weitere Behandlungen. Und ich bin wieder mal äusserst dankbar für unser Gesundheitssystem.

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Morgestraich s'ysch Fasnacht - Morgestraich, it's Carnival

Frau Fasnacht. Misses Carnival. Illustration fasnachts-comite.ch via bajour
Frau Fasnacht. Misses Carnival. Illustration fasnachts-comite.ch via bajour

Für alle, die wie ich nicht am Morgestraich sein konnten oder die Fasnacht ganz verpassen, empfehle ich bajour.ch

 

Ich liebe diese Momente, in denen alles still ist und in der Innenstadt überall die Lichter ausgehen und nur noch die Laternen leuchten.

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Sonntag vor dem Morgestraich - Sunday before Morgestraich (Carnival)

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Auch in der Horizontalen gibt es nette Blickwinkel - There are also nice viewing angles in the horizontal

Es ist der 18. Februar. Heute Vormittag, um 11:40 torkelte eine Hornisse an meinem Fenster vorbei. Ich hatte gar nicht daran gedacht, aber bei den Temperaturen, 13°C+ ist es ja logisch. Höchste Zeit also, ein Schälchen mit Honig- oder Zuckerwasser bereit zu halten und anfliegenden Tierchen ein Löffelchen anzubieten.

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Covid zum x-ten und Rechtsextremismus auch - Covid for the nth time and also right-wing extremism

Meine kleine Galakleidung für Rigoletto war bereit und wanderte zurück in den Schrank - The gala dress for Rigoletto was ready and went back into the wardrobe
Meine kleine Galakleidung für Rigoletto war bereit und wanderte zurück in den Schrank - The gala dress for Rigoletto was ready and went back into the wardrobe

Es hatte mich wieder erwischt. Daran zu merken, dass ich ab Mitte November wieder Atemnot und Nebel im Kopf hatte. Und dann, über die Feiertage erst tagelange Übelkeit, nachher wechselte der "Käfer" in den Bauch. Das bessert erst jetzt deutlich. Vier Wochen nach Beginn. Unglaublich, was das Energie frisst, wenn der Bauch so lange betroffen ist.

Eine Freundin, die über die Festtage ihre Mutter im Altersheim besucht hatte, erzählte, sie sei da mit Covid und denselben Symptomen angesteckt worden.

 

Ich verstehe es nicht. An Orten, wo alte Menschen eng zusammenleben oder sonst wo zusammenkommen nicht darauf zu achten, dass wir uns gegenseitig schützen, ist mir unbegreiflich. Schon klar, dass Covid i.d.R. nicht mehr so gefährlich ist, wie zu Beginn. Aber Lebenszeit so unbedacht aufs Spiel zu setzen. Das kann ich weder verstehen noch akzeptieren.

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Trauma und Traumaüberwindung - Trauma and Overcoming Trauma II

1967; ich hatte keine Angst mehr vor ihren Schlägen, da hörte sie auf - I was no longer afraid of her blows, and that's when she stopped
1967; ich hatte keine Angst mehr vor ihren Schlägen, da hörte sie auf - I was no longer afraid of her blows, and that's when she stopped

Die Schläge meiner Mutter beim Stricken waren "selbstverständlich" nicht die ersten. Ich war es gewohnt, von ihr geschlagen oder z.B. mit dem Teppichklopfer verprügelt und von einem Onkel, ihrem Lieblingsbruder vergewaltigt zu werden. "Aber wir haben dich doch lieb", sagte sie mir jeweils hinterher. Oder wenn ich weinte, schlug sie mich, damit ich wisse, warum ich weine. Water Boarding war eine Zeitlang ein so üblicher Erziehungsbegleiter wie bei anderen Hausarrest. Meine früheste Erinnerung setzt ca. 1958 ein. Da war ich gerade mal 2 Jahre alt. Ich war Gewalt also gewohnt. Und trotzdem war dieses von hinten geschlagen zu werden eine Steigerung.

Versteh mich recht. Es geht nicht darum, im Erwachsenenleben Schuldige zu finden, die mein ganzes Leben verpfuscht hätten. Mir ist bewusst, dass meine Mutter genauso schreckliche Erfahrungen hatte machen müssen. Und im Gegensatz zu mir hatte sie kaum die Möglichkeit, da vollends auszubrechen. Wenigstens fand sie einen Mann, der sie bis zu seinem Tod 33 Jahre später mit Respekt und soweit ich das beurteilen kann, als Gleichwertige behandelte. Sie liebte ihn aber nicht. Ich weiss nicht einmal, inwieweit sie Gefühle überhaupt zulassen konnte.

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Trauma und Traumaüberwindung - Trauma and Overcoming Trauma

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Auch wenn manche glauben, man sollte mit 67 über Traumata aus der Kindheit hinweg sein, so funktioniert es nicht. Traumata verschwinden nicht einfach, Trigger können dich erwischen, sobald es z.B. in Gruppendynamiken Übereinstimmungen gibt mit sich wiederholenden Ereignissen in der Kindheit. Und nicht immer läuft die Aktivierung des Traumas eins zu eins ab. Es muss keine Person sein, die dich schlägt wie deine Mutter, um zu triggern. Es können ähnliche Verhaltensweisen sein wie dich und deine Hilfsbedürftigkeit zu übergehen, dir demonstrativ Desinteresse zu zeigen, dich in Fehler hineinlaufen zu lassen mit falschen oder fehlenden Informationen etc. etc.

 

Bei einem Nähkurs kam letzthin eine Frau und sagte sinngemäss schon beim Reinkommen: „Ihr müsst wissen, dass ich wahnsinnig aufgeregt bin. Ich hatte heute schon den ganzen Morgen Durchfall, weil ich als Anfängerin in diesen Kurs komme. Ich hatte als Kind schreckliche Erlebnisse in der Nähschule.“ Diese Frau ist heute 70 Jahre alt.

 

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Rückblick mit den Augen eines Aarekindes - Looking Back Through the Eyes of an Aare Child

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Reise nach Thun. Endlich Regen nach dieser langen Trockenperiode - Travel to Thun. Rain at last after this long dry period.

Ich dachte, ich könnte heute darüber schreiben, was es mit dem Nähen und der Traumaüberwindung auf sich hat. Doch reicht die Energie gerade noch zu einem, wenn auch willkommenen, Rückblick in Bildern.

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Meine ersten Volants - My first flounces

Letzte Woche Intensivnähkurs bei meiner Lieblingskursleiterin. Dass sie auch Haute Couture gelernt hat, ist, denke ich, deutlich zu sehen. Den Stoff habe ich all die Jahre aufbewahrt, seit ich ihn 2013 oder 2014 bei Lüthi Tissus in Rohrbach im Ausverkauf gekauft hatte. Es sollte ein besonderes Stück werden. Dass es eine Art Tanzkleid wird, war damals noch nicht abzusehen :-)

 

Für Profis: Mit etwas mehr Stoff und Zeit hätten wir natürlich die Blumen noch so gesetzt, dass sie bei jeder Naht zusammenkommen.

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Rückblick - Retrospect

Gefunden bei Tiroler Tageszeitung
Gefunden bei Tiroler Tageszeitung

Es waren ereignisreiche Wochen. Diese schrecklichen Männer Vilda und Rubiales mussten gehen. Zumindest einer ist angeklagt und darf sich der Spielerin Jenni Hermoso bis auf 200 m nicht mehr nähern und sie nicht kontaktieren. Endlich. Doch die Spielerinnen haben nicht aufgegeben. Sie wissen vermutlich aus eigener Erfahrung, wieviel da sonst noch im Argen liegt, worüber in der Öffentlichkeit noch geschwiegen wird. Genauso, wie über Jahrzehnte alle die Terroristen in den Trainings der Kunstturnerinnen und in anderen Sportarten sowie in den diversen Kirchen in der Heimlichkeit ihre Verbrechen begehen konnten.

Dass alte (v.a.) weisse Männer als Sportrichter sich an der von ihnen geforderten knappen Bekleidung aufgeilen konnten und in manchen Sportarten immer noch können, klingt ja noch fast harmlos. Aber ihr irrt euch. Es ist nicht harmlos. Es ist Teil des Systems dieser Terroristen, Frauen und Mädchen ihrer Kraft zu berauben und sie einzuschüchtern.

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